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Cyberpunk 2: Was bisher bekannt ist – und warum es noch dauert (Update August 2026)

Update: 18. August 2026: Dieser Artikel ist grundlegend überarbeitet. Neu gegenüber dem Stand vom Oktober 2025: gewachsene Teamgröße, die offizielle Absage an eine Third-Person-Perspektive, handfeste Multiplayer-Hinweise aus Stellenausschreibungen, CDPRs KI-Tests in der Entwicklung sowie ein deutlich konkreterer (wenn auch von Analysten geschätzter) Release-Zeitraum.

Erste gute Nachricht: Mit unserem heißgeliebten Cyberpunk-RPG geht es weiter! Okay, das war jetzt nach dem riesigen Erfolg von Phantom Liberty und Cyberpunk 2077 nicht wirklich eine Überraschung. Spannend sind eher die Fragen nach dem „Wann“ und „Wie“.

Antwort, Stand 28. Mai 2025: CD Projekt RED hat Project Orion offiziell als „Cyberpunk 2“ betitelt und den Wechsel in die Vorproduktion bestätigt.

Quelle: CDPR Financial Call Group Presentation

Entwickelt wird Cyberpunk 2 im neuen Studio in Boston, Massachusetts. Dort sitzt ein Kernteam um Game Director Gabe Amatangelo und Associate Game Director Paweł Sasko, dazu als öffentliche Stimme des Projekts Creative Director Igor Sarzyński. Eine Veröffentlichung liegt dennoch in weiter Ferne: CDPR verweist auf typische 4–5 Jahre von der Vorproduktion bis zum Release – und Analysten peilen inzwischen sogar erst das Ende des Jahrzehnts an. Realistisch reden wir also über einen Release Ende der 2020er- bis Anfang frühe 2030er-Jahre.

Was ist offiziell?

(Stand: 18. August 2026)

Mini-Zeitstrahl

Was lässt sich daraus schließen?

Quelle: Webseite CDPR.

Wie wird Cyberpunk 2 aussehen?

Jetzt wird’s spekulativ und spannend. Fest steht: Die REDengine geht nach Phantom Liberty in den Ruhestand, zumindest für das Cyberpunk-Franchise. Zu viele Baustellen, hoher Ressourcenbedarf, ein holpriger Launch. Am Ende überwogen einfach klar die Vorteile eines Engine-Wechsels.

Ab sofort übernimmt die Unreal Engine 5. Der Wechsel bringt klare Pluspunkte:

Was heißt das fürs Spiel selbst? CDPR hebt mit jedem Projekt deutlich den Anspruch. Der Sprung von The Witcher 3 zu Cyberpunk 2077 war enorm – und genau so ist hier erneut ein spürbarer Qualitätsschub zu erwarten: weiterentwickelter Artstyle, sichtbar höhere Grafikqualität und zugleich ein klar eigener Look, der nicht „nach Standard-UE5″ wirkt.

Und was ist mit KI?

Ein Thema, das 2025 noch nicht auf dem Tisch lag: CD Projekt Red hat inzwischen bestätigt, intern KI-Werkzeuge zu testen – für Prototyping, automatisierte Tests und das Erzeugen „realistischer“ NPC-Menschenmengen.

Zur Einordnung: Es geht ausdrücklich um Werkzeuge während der Entwicklung, nicht um KI-generierte Spielinhalte, und das Studio betont, keine Entwickler ersetzen zu wollen. Das Thema ist branchenweit heikel – die Formulierung ist entsprechend vorsichtig gewählt.

Was wird sich verbessern?

CDPR wird das bewährte Dialog- und Quest-Gerüst kaum über Bord werfen – im Gegenteil: Zu erwarten sind tiefere Verzweigungen, mehr situative Reaktionen auf Blickrichtung, Position und Spielfortschritt sowie klare Auswirkungen über mehrere Story-Akte hinweg.

Bei der Perspektive gibt es allerdings eine klare Neuigkeit gegenüber 2025: Viele Fans hatten sich neben der Egoperspektive eine optionale Third-Person-Kamera gewünscht. Creative Director Igor Sarzyński hat dem inzwischen eine deutliche Absage erteilt – die Story-Präsentation und Zwischensequenzen bleiben konsequent First-Person, wie schon in Cyberpunk 2077, mit dem Ziel maximaler Immersion. Das heißt aber nicht, dass das normale Gameplay keine Third-Person-Kamera haben könnte. Dazu äußerte sich CDPR aber bisher nicht.

Feature-Kandidaten, die realistisch klingen:

Wie und wo wird das Sequel spielen?

Gesichert ist: Night City kehrt zurück, und CDPR hat einen zweiten, neuen Schauplatz bestätigt. Konkreter wurde bislang nur Cyberpunk-Erfinder Mike Pondsmith bei Digital Dragons 2025: Er beschrieb die zweite Stadt nicht als Blade-Runner-artig, sondern sinngemäß als ein „Chicago, das falsch abgebogen ist“ – also eher wie ein heruntergekommenes, dystopisch gedachtes Chicago. Einen offiziellen Namen nannte er nicht; er sprach explizit vom Gefühl des Ortes.

Quelle: Cyberpunk Fandom

Zur Einordnung: Pondsmith ist beim Nachfolger deutlich weniger eingebunden als früher, und CD Projekt Red selbst hat das Chicago-Setting nicht offiziell bestätigt. Es passt aber zur Lore: Schon in Cyberpunk 2077 werben In-Game-Poster für eine geplante Maglev-Linie, die Chicago „in unter drei Stunden“ an Night City anbinden soll – laut Werbung ab 2080. Eine bestehende Verbindung ist das also nicht, sondern eine künftige.

Und das Jahr 2080 ist gleich doppelt spannend, denn es gilt als wahrscheinlicher Zeitrahmen fürs Sequel: drei Jahre nach 2077 und ein Jahr nach dem Phantom-Liberty-Epilog. Chicago selbst ist im Cyberpunk-Universum von Katastrophen schwer gezeichnet – Collapse, eine Bio-Plage sowie eine Arasaka-Virusbombe im Vierten Konzernkrieg.

Kurz: Night City bleibt, eine zweite, von Chicago inspirierte Stadt ist sehr wahrscheinlich – aber noch nicht in Stein gemeißelt.

Wie wird es heißen?

Intern lief das Sequel lange unter dem Codenamen „Project Orion“. Öffentlich verwendet CD Projekt RED seit Mai 2025 „Cyberpunk 2“ (kein finaler Titel, sondern eine Arbeitsbezeichnung), die die Kommunikation erleichtert und klarstellt: Es handelt sich um einen direkten Nachfolger. Der endgültige Name wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

Was ist mit dem Multiplayer?

Hier hat sich seit 2025 am meisten getan. Cyberpunk 2077 war ein reines, storygetriebenes Singleplayer-RPG, beim Nachfolger verdichten sich dagegen die Hinweise auf einen Multiplayer:

Offiziell bestätigt ist kein Multiplayer-Modus als Feature. Anders als bei Cyberpunk 2077 (wo eins Online-Pläne existierten und nach dem Launch begraben wurden) scheint man diesmal die Systeme von Anfang an einzuplanen. Selbst wenn Mehrspieler kommt, dürfte der Einzelspieler der Kern bleiben, und Online-Funktionen eher das Extra darstellen. Kurz: Mehrspieler ist wahrscheinlicher geworden, aber weiterhin nicht fest.

Wo ist UPDATE 2.4?

So viel steht fest: Night City bleibt aktiv – auf dem Bildschirm wie auch darüber hinaus. Update 2.3 brachte im Juli 2025 AutoDrive, Delamain-Fahrten, neue Wagen, die macOS-Version und spürbare QoL- sowie Technikverbesserungen. Und im April 2026 folgte ein kostenloses PS5-Pro-Update: eine eigens optimierte Version mit PSSR-Upscaling, erweitertem Raytracing und drei Grafikmodi (Performance, Ray Tracing, Ray Tracing Pro). Eigentlich sollte damit die große Support-Phase enden, trotzdem hält CDPR die Marke warm: Cyberpunk: Edgerunners 2 ist in Arbeit, mit Anonymous Content entsteht ein Live-Action-Projekt, und Kooperationen sorgen weiterhin für Reichweite.

Dass der Aufwand sich lohnt, zeigen die veröffentlichten Zahlen: Aufgrund der Versionen für Nintendo Switch 2 und macOS hat Cyberpunk 2077 inzwischen die Marke von 35 Millionen verkauften Exemplaren geknackt. Ein offiziell fest terminiertes Update 2.4 gibt es Stand jetzt nicht – die Frage „Wo bleibt Update 2.4?“ bleibt also vorerst offen. Bei CDPRs aktueller Auslastung (Rekordbelegschaft, Fokus auf The Witcher 4) wäre auch das keine Überraschung.

Letztes Update? Von wegen!
In Zusammenarbeit mit Anonymous Content entsteht ein Live-Action-Projekt.

Release und so. Sag mal was!

Zum jetzigen Zeitpunkt, befindet sich das Projekt seit 28. Mai 2025 in der Vorproduktion. Ab diesem Punkt dauern große AAA-Produktionen ca. 4–5 Jahre. Zwei Punkte gibt es inzwischen konkret:

Das ist eine Schätzung, keine Studio-Aussage – deckt sich aber mit CDPRs üblichem Rhythmus. Davor ist, wenn alles nach Plan läuft, frühestens 2028/2029 ein erster Teaser möglich. Und zur Einordnung: Zwischen 2077 und dem Nachfolger dürfte auch noch The Witcher 4 liegen (Analysten-Tipp: Q4 2027). Bis dahin gilt: Geduld – viel, viel Geduld.

Kleiner Appell an CDPR zum Schluss.

Kleines Update: Genau in diese Richtung hat CDPR Mitte August 2026 tatsächlich einen ersten Schritt gemacht und ein Creators & Ambassadors Program gestartet (angekündigt am 12. August, Bewerbung bis 31. August). Es ist eine zentrale Anlaufstelle, über die Content-Creator und Community-Botschafter enger mit dem Studio zusammenarbeiten – mit Zugang zu Premium-Assets, Workshops, ausgewählten Vorab-Infos und Einladungen zu Events. Ein kostenloses Community-Programm ersetzt natürlich keine ehrliche Sequel-Roadmap – aber es ist immerhin ein Signal, dass man die Community stärker einbinden will.

So wird Vertrauen nicht nur zurückgewonnen, sondern gepflegt. Ich glaub’ an euch – nutzt dieses Vertrauen behutsam. Night City war erst der Anfang.

Quellenliste (aktualisiert, Stand 18. August 2026):

CD Projekt RED: „Cyberpunk 2“ wechselt in die Vorproduktion (28. Mai 2025)
https://www.cdprojekt.com/en/media/news/cd-projekt-wraps-up-the-beginning-of-2025/

Reuters-Bericht zur Vorproduktion (Teamgröße, Kontext)
https://www.reuters.com/technology/polands-cd-projekts-cyberpunk-2-enters-preproduction-phase-2025-05-28/

Teamwachstum & Leadership in Boston (Ziel 300+ bis Ende 2027) – TweakTown
https://www.tweaktown.com/news/109101/cyberpunk-2-leadership-established-by-cd-projekt-boston-team-to-expand-to-160-devs-by-2027/index.html

Team wächst auf knapp 150 / Ende der Konzeptphase – FRVR
https://frvr.com/blog/cyberpunk-2-team-grows-to-almost-150-devs-as-the-anticipated-rpg-officially-passes-through-the-concept-phase/

First-Person bestätigt, keine Third-Person-Zwischensequenzen (Igor Sarzyński) – VGTimes
https://vgtimes.com/games/cyberpunk-2/news/

Multiplayer-Hinweis: Stellenausschreibung Lead Network Engineer – Dexerto
https://www.dexerto.com/cyberpunk-2077/cyberpunk-2-will-bring-online-multiplayer-to-night-city-3253996/

Multiplayer-Ambitionen & Kontext – Kotaku
https://kotaku.com/cyberpunk-2-online-multiplayer-witcher-4-sequel-cdpr-2000627198

Interne KI-Werkzeuge in der Entwicklung – PC Guide
https://www.pcguide.com/news/cd-projekt-red-has-been-testing-out-ai-tools-to-create-realistic-npcs-in-the-witcher-4-and-cyberpunk-2/

Release-Prognose Q4 2030 & Budget ~1,5 Mrd. PLN (Noble Securities) – Wccftech
https://wccftech.com/cyberpunk-2-release-date-cd-projekt-red-2030-polish-firm-predicts/

Analyst Mateusz Chrzanowski zur 2030-Einschätzung – The Gamer
https://www.thegamer.com/cyberpunk-2-predicted-release-holiday-2030/

Mike Pondsmith über die „zweite Stadt“ (Chicago-Vibe) – Digital Dragons 2025
https://www.youtube.com/watch?v=64XD2DtKU64

Einordnung „Chicago gone wrong“ & Zitat – GameStar
https://www.gamestar.de/artikel/cyberpunk-2-setting-zwei-staedte,3433261.html

Setting Night City + zweite Stadt, Lore-Kontext – ScreenRant
https://screenrant.com/cyberpunk-2077-sequel-setting-confirmed/

Maglev-Poster & 2080-Hinweis auf das Sequel-Setting – ScreenRant
https://screenrant.com/cyberpunk-2077-orion-setting-2080-chicago/

Cyberpunk 2077 – Update 2.3 Patch Notes (offiziell)
https://www.cyberpunk.net/de/news/51677/patchnotes-zu-update-2-3

Cyberpunk 2077 – PS5-Pro-Update ist live (offiziell, April 2026)
https://www.cyberpunk.net/en/news/51938/playstation-r-5-pro-update-is-live

CDPR Creators & Ambassadors Program gestartet (offiziell, August 2026)
https://www.cyberpunk.net/de/news/52008/das-cd-projekt-red-creators-ambassadors-program

Edgerunners 2 & Live-Action-Projekt (Hintergrund) – The Verge
https://www.theverge.com/news/698579/cyberpunk-edgerunners-2-anime-netflix-cd-projekt-red

Das CD Projekt RED, was du kennst, wird es bald nicht mehr geben!

Am 4. Oktober 2022 war es mal wieder so weit, CD Projekt RED veröffentlichte erneut ein sogenanntes „Strategy Update„, in dem sie preisgaben, wie es mit den zahlreichen Franchises (The Witcher 3, Cyberpunk 2077, etc) weitergeht und was in den nächsten Jahren zu erwarten ist. Dabei wurde eines ziemlich klar: CD Projekt RED verändert sich! Aber so sehr wie die nächsten 5-10 Jahre, so grundlegend war dies noch nie.

Ein Entwickler im Wandel

Noch vor knapp 3-4 Jahren war CD Projekt RED für eines bekannt. Für die unfassbar erfolgreichen The Witcher Spiele, allen voran The Witcher 3: Wild Hunt. Dass es da auch noch Gwent gibt, wissen wohl viele, aber den meisten – der Mainstream halt – wird wohl bei CD Projekt RED in allererster Hinsicht an den Hexer denken. Kein Wunder! Der Geniestreich unter den modernen Action-RPGs verkaufte sich seitdem phänomenale 65 Millionen Mal. Diesen Erfolg hat die Netflix Serie The Witcher, von der es mittlerweile zwei Staffeln gibt und eine dritte angekündigt ist, natürlich nochmal ordentlich angekurbelt und das 2022 noch erscheinende Next-Gen-Update für das Hauptspiel wird sein Übriges dazu tun.

Doch da ist noch ein zweites, nicht minder erfolgreiches Franchise: Cyberpunk 2077! Damals noch ein in Entwicklung befindliches Spiel, was extrem große Ambitionen mit sich brachte, viel zu viel versprach und CD Projekt RED mit voller Wucht, die blanke Realität ins Gesicht kotzen ließ. Anders kann man es nicht sagen. Warum ich dies hier erwähne? Na ja, Cyberpunk 2077 hat zum Großteil dazu beigetragen, dass das CD Projekt RED, bald nicht mehr das ist, was ihr vor Jahren noch kanntet. Es wird anders sein, hoffentlich großartig und weit mehr an der Realität angesiedelt sowie geerdeter als je zuvor.

Das Cyberpunk 2077 Desaster

Lassen wir uns das fix abhandeln und dann schnell zum „Can we skip to the good part?“ weitergehen. CD Projekt RED musste mit Cyberpunk 2077 knallhart lernen, dass gute PR – und ehrlich gesagt viel zu übertriebene PR – nur eines kann, einen völlig überzogenen Hype erschaffen, der ihnen aber letzten Endes nur das Rückgrat gebrochen hat. Es war der 9. Dezember 2020, das Internet rastete aus, keine 24h Stunden mehr und das gefühlte -Spiel des Jahrtausends- wird erscheinen. Zahlreiche Streamer werden teils 10-12h nonstop Cyberpunk 2077 zeigen und die ersten Reviews geben dem ganzen auch noch recht. Sehr hohe Wertungen wurden vergeben, hier und da kleinere Bugs, aber nichts, was man im Nachhinein nicht patchen könnte. Alle waren erleichtert. Die Wertungen können nur gutes bedeuten!

Ja, Pustekuchen. Vielerorts wurde berichtet, dass man nur Zugriff auf die PC-Version bekommen habe und die PS4 wie Xbox Versionen schlichtweg gefaked in Videos gezeigt wurden, die nicht ansatzweise der Realität entsprachen. Es wurde sogar behauptet, dass die Old-Gen-Versionen „überraschend gut liefen“. An dieser Stelle ein nettes F**** Y** an CDPR. Sorry, der musste sein! Am Release-Tag selbst und auch die Wochen danach, mussten wir alle enttäuscht feststellen, ja CD Projekt RED kocht auch nur mit Wasser. Wie wir alle!

Der krasse Umbruch

Nach dem Release von Cyberpunk 2077, war nichts mehr wie vorher. CDPR betrieb derweil Schadensbegrenzung, in dem man selbst noch über Weihnachten mehrere Hotfixes zum Download bereitstellte. Dann wurde es aber auch, was die Kommunikation zu der Community angeht und allgemein sehr, sehr, ruhig. CD Projekt RED, dessen Aktienkurs aufgrund des Debakels faktisch crashte, zog sich zurück. Sehr, sehr lang! Patches wurden veröffentlicht und auch Support geleistet, aber ansonsten gab man sich den leisen Tönen hin und sagte erstmal nur eines: Nichts!

Man wollte mit der Funkstille natürlich Gras über die Sache wachsen lassen und hoffen, dass man mit einem blauen Auge davon kommt. Kein Wunder, es stehen immerhin sehr viele Jobs auf dem Spiel und viel Geld und obendrein ein Image, was zwar eh erstmal ramponiert ist, aber man nicht noch weiter kaputt machen wollte. Neue Inhalte für Cyberpunk 2077? Vielleicht sogar eine Erweiterung? Wurde alles drastisch nach hinten verschoben, um das Spiel fertigzustellen, was viel zu früh auf den Markt geworfen wurde. Warum? Darüber kann man nur spekulieren. Einerseits das lukrative Weihnachtsgeschäft, andererseits die lieben netten Investoren, die nun endlich Ergebnisse für ihr investiertes Geld sehen wollten. Man kann da nur spekulieren.

CD Projekt RED rappelt sich wieder auf!

Jetzt sind 2 Jahre vergangen, in dem sich CD Projekt RED extrem bemühte wieder das aufzubauen, was in die Brüche ging: Dem Entwickler, dem man blind vertraute, wieder sowas wie Vertrauen zu schenken. Ich bin ganz ehrlich, was Patches und Updates betrifft, okay, da haben sie mich schon wieder. Aber was neue Spiele angeht, da will ich offen sein, da bin ich mit einer gesunden Skepsis dabei und das solltet ihr ebenfalls tun, trotz Fan-Dasein! Aber es wird eine Menge getan, um genau dieses Vertrauen weiterhin zu stärken und das ist der Grund, warum ich diesen Artikel schreibe. CDPR machte sich mächtig Luft, stellte wahnsinnig viel um und geht neue Wege. Doch welche sind das?

Hallo und herzlich willkommen Unreal Engine 5!

Der offensichtlichste und auch öffentlich bekannteste Punkt ist die Grafik-Engine, mit der CDPR seit über 10 Jahren seine Spiele entwickelt. Die REDengine geht mit The Witcher – A New Saga begins in Rente, und wird auch bei Cyberpunk 2077 nach der Erweiterung Phantom Liberty keine Verwendung mehr finden. Inwiefern das bei Gwent geschieht, wurde bisher nicht kommuniziert.

Die Unreal Engine ist seit Jahrzehnten ein sehr oft verwendeter, von Epic Games entwickelter, Grafikmotor. Neben der Snowdrop-Engine (The Division 1, 2), Anvil-Engine (Assassins Creed), der CryEngine (Hunt: Showdown) und der Unity-Engine (Genshin Impact), eine der am weitesten entwickelten und verbreitetsten Spiele-Engines überhaupt. Sehr performant, stabil und für alle bekannten Plattformen bereits optimiert. Auf dieser Technik-Basis soll nun die neue The Witcher Trilogie und der Nachfolger von Cyberpunk 2077, Codename „Orion“, entstehen.

Warum ist das gut? CD Projekt RED hat damit eine weitaus besser entwickelte Technik-Basis als vorher und wird ihr größtes Manko, was sie seit Jahren mit sich herumschleppen, endlich los. Nämlich der immer schlechten Performance auf Konsolen. Man könnte fast meinen, CDPR liebt den PC und möchte nur zähneknirschend was mit den Konsolen am Hut haben. Andererseits haben sie mit Epic Games einen verdammt starken Partner an ihrer Seite, der ihnen helfen kann, das letzte Quäntchen an Leistung aus ihren Spielen herauszuholen. Und zu guter Letzt und gaaanz wichtig. Es gibt weitaus mehr Talente, die sich mit der Unreal Engine 5 auskennen als mit der hauseigenen REDengine. Ihr könnt euch dazu gern meinen Artikel durchlesen, da gehe ich sehr intensiv auf die Vorteile mit der Unreal Engine ein.

Nicht mehr nur ein Franchise, sondern 3!

Beim Strategy Update gab es eine Folie, die alle aufhorchen ließ. Neben dem bekannten The Witcher und Cyberpunk 2077 Franchise, gab es noch einen neuen Namen in der heiligen Dreifaltigkeit. Projekt HADAR! Noch mit Codenamen versehen und völlig ohne Infos. Dies soll neben den bekannten IPs eine völlig neue werden. Was das wird und wann dies kommt, noch völlig unklar. Man munkelte in der Community bereits, es könnte ein Zombie-Shooter oder gar MMO werden? Keine Ahnung. Lassen wir uns überraschen!

Multiplayer, Games as a Service, alles möglich.

CD Projekt RED sind seit jeher bekannt dafür, RPG-Liebhaber zu sein und vor allem Geschichtenerzäler. Ihr Fokus lag immer auf, wie man so schön sagt, story-driven Singleplayer-Games. Also Spiele, in deren Fokus die Story stand. Kein Multiplayer, kein Game as a Service, mit Events, monatlichen Updates oder oder oder. Doch das soll sich ändern! Man überlegt sogenannte „Multiplayer-Experiences“ zu entwickeln, die Spielern ermöglicht auf neue Art und Weise miteinander zu spielen. Ich sag das jetzt so reißend, weil ich nicht denke, dass CDPR einfach so einen Multiplayer an Cyberpunk 2077 flanscht und dann sagt, ja hier habt ihr euren Multiplayer. Sie wollen und werden neue Wege gehen, die zu ihrer Art von Spielen passen.

Obendrein will man mit den eigenen Franchises noch crossmedialer werden. Was heißt das? Sie machten es bereits jüngstens mit Cyberpunk: Edgerunners vor. Eine Anime-Serie auf Netflix passend zum Spiel. Es gibt sogar eine Jacke, paar Waffen und eine Quest im Spiel, die den Anime und das Spiel miteinander verbindet. Und die Serie selbst nimmt sehr oft Bezug auf das Spiel. Ach was sag’ ich, es spielt im Spiel!

In Zukunft wär laut dem Strategy Update noch viel mehr möglich. Ein Cyberpunk-Film? Eine Real-Action-Serie? Spin-Offs zum Spiel oder gar Events im Spiel? Bücher, Comics, Mobile Games *ürgs* Ich muss zugeben, finde ich alles cool – bis auf Mobile – insofern es cool umgesetzt ist und ich traue CD Projekt RED zu, dass sie das hinbekommen.

Mehrere Standorte und mehr Partner

Das Entwicklerstudio wird in Zukunft nicht nur in Polen anzutreffen sein. Zwar bleibt die Hauptniederlassung da, aber es werden neue Teams an neuen Standorten geschaffen. Bisher gibt es bereits Studios in Warschau, Krakau und Breslau. Hinzukommen werden Vancouver und ganz neu Boston. Merkt euch diesen letzten Standort, den dort wird der Nachfolger zu Cyberpunk 2077 entstehen. Pawel Sasko (Acting Lead Quest Designer) wird sich auf den Weg in die USA machen und dort ein neues Team aus alten Veteranen – die Cyberpunk 2077 bestens kennen – und neuen Talenten zusammenstellen, um aus Orion das bestmögliche Spiel zu entwickeln. Zu dem ganzen gesellt sich noch The Molasses Flood. Ein kleines Indie-Studio, was vor einiger Zeit von CDPR aufgekauft wurde und für Spiele wie „The Flame in the Flood“ bekannt ist und aktuell an einem unangekündigten Spiel im Witcher-Universum arbeiten.

Bye bye, Old-Gen!

Sagen wir es, wie es ist: Die Old-Gen, also Xbox One, PS4 und ihre stärkeren Vertreter Pro und X, sind für die Entwickler, die nun endlich auf der Next-Gen die Sau rauslassen wollen, schlichtweg eine Last. Klar, lässt sich damit aktuell, durch die geringe Verfügbarkeit der Next-Gen-Konsolen noch das größere Geld verdienen. Aber diese alten Konsolen und ihre dementsprechend alte Hardware limitieren die Entwickler mittlerweile so immens, dass es beinahe eine Kunst darstellt, Spiele, die für Next-Gen gedacht sind, darauf zum Laufen zu bringen.

Was passiert, wenn man einen Next-Gen-Titel, der auch wirklich Next-Gen ist, versucht auf die alte Generation zu pressen, hat man wunderbar mit Cyberpunk 2077 gesehen. Allen voran die PS4 Version, aber auch die Xbox haben ein miserables Bild abgegeben. Selbst heute kann man den Zustand nur als „zufriedenstellend“ einstufen. Daher entschied CDPR das, was kommen musste. Sie sägten die Old-Gen kurzerhand ab. Alle künftigen großes Updates werden nicht mehr für PS4 und Xbox One erscheinen. Patches ja, Updates nein! Auch die Erweiterung Phantom Liberty, wird nur noch für PS5 und Xbox Series X angeboten. Ich sage dazu nur eins: Endlich! Ich will endlich sehen, was CDPR mit der Next-Gen anstellt. Dadurch werden auch wieder Ressourcen frei, die in die Entwicklung von Updates einfließen können. Das könnte einiges beschleunigen. Ist zwar schade, für alle, die noch keine Next-Gen-Konsole besitzen, aber dieser Schritt, wäre so oder so früher oder später gekommen.

Huch, das war aber viel!

Aber fassen wir nochmal zusammen!

Ihr seht, CD Projekt RED ist im Wandel. Mehr als je zuvor! Manche Sachen ergeben sich aus der Sache der Natur (Old-Gen) und viele Dinge sind aus dem gewachsen, was in der Vergangenheit schieflief. Offensichtlich hat man aus vielen Fehlern gelernt. Dass man merkt man auch daran, dass über Updates erst geredet wird, wenn sie fertig sind. Und dann kommen sie instant zum Tag des Streams raus. Keine leeren Versprechungen, keine komischen Hinweise. Einfach abliefern!

Wie seht ihr die Zukunft von CDPR? Habt ihr Bedenken, wie das sich entwickelt, oder vertraut ihr unserem liebsten Entwickler wieder voll? Schreibts mal in die Kommentare bei Twitter!