20 Years of CDPR Community Feier – Ein Erfahrungsbericht!
Patrick
https://www.cbrpnk.de/blog/20-years-of-cdpr-community-feier-ein-erfahrungsbericht/
Dieses Jahr feiert CD Projekt RED sein 20-jähriges Jubiläum. Das polnische Entwicklerstudio ließ es sich daher nicht nehmen, eine handvoll Community-Mitglieder in das Entwicklerstudio nach Warschau einzuladen, um dieses Jubiläum ordentlich zu feiern.
Erstmal zu mir, ich bin Nikolas, 25 Jahre alt und wurde zu CD Projekt RED (CDPR) nach Warschau eingeladen, um mit der Community und dem Team den 20. Geburtstag zu feiern. Ich nehme euch hier ein wenig auf meine Reise mit und was ich dort erlebt habe.
Auch wenn der Tag mit Regen in Dauerschleife anfing, war meine Vorfreude auf die Party sehr groß. Ich dachte zu Anfang das es sich um eine Party handelt die 2-3h am Abend über geht, doch fing diese bereits um 14Uhr an und ab 13Uhr war bereits Einlass. Um 13:15 Uhr bin ich am Office von CDPR angekommen und nach einem kurzen Erstaunen über diesen Moment habe ich nach ein paar Minuten zur Orientierung auch den Eingang gefunden, wo bereits einige im Regen warteten rein zu kommen.
Nach einem Corona Test ging es dann auch zur Anmeldung. Alle Gäste bekamen ein Badge wo man seinen Namen eintragen konnte, eine Stempelkarte für die verschiedenen Goodies und den Startzeitpunkt für die Office-Führung.
Weiter ging es dann zur Begrüßung in den Kinoraum, der direkt hinter dem Eingang lag, wo bereits ein Buffet und Getränke auf einen warteten. Mit einem Snack und einem kühlen Witcher-Energiedrink wartete ich dort nun auf den Start. Nach einer kurzen Begrüßung, ein paar Infos und Vorstellung des Teams ging es mit einem sehr emotionalen Video weiter. Hier beantworten einige aus den verschiedensten Teams bei CDPR ein paar Fragen.
Sehr emotional wurde es, als es um die Frage ging „Welcher war der schlimmste Moment bei CDPR?“, wo nahezu alle antworteten, dass dieser der Release von Cyberpunk 2077 war. Es tat mir so leid zusehen wie die Teams damit zu kämpfen hatten und wie schwer das für sie war mitzuerleben wie ein solches Spiel mit Problemen zu kämpfen hat und ein schwerer Release bevorsteht. Es wirkte sehr glaubhaft und menschlich, wie man darauf reagiert hatte.
Danach hieß es erstmal Pause für mich, bis ich dann zu meiner Studio-Tour aufbrechen konnte. Für diese Zeit hat man sich eine Schnipseljagd im Witcher-Setting vorbereitet. Als ich da also am Rand stand und beobachtet habe, wie die ersten versuchten erste Aufgabe zu lösen, passierte etwas – für das ich sehr dankbar bin. Denn für mich sind solche Events am Anfang etwas schwierig, da ich zwar recht gut Englisch kann, aber dabei doch etwas nervös bin Englisch zu sprechen. Denn als ich da nun beobachtend stand, stellte sich Carolin Wendt (aka Coshy) vor mir und sprach mich in Englisch an, ob alles okay ist. Sowas finde ich besonders wichtig bei Partys, viele haben es nicht einfach sich einzufinden und sind dankbar, wenn ihnen geholfen wird. DAS nenne ich Community Arbeit.
Nachdem das Eis jetzt gebrochen war, ging es für mich auch schon auf meine Studio-Tour, mit dabei sehr viele aus Deutschland und auch Coshy war dabei. Es war echt beeindruckend einen Blick hinter die Kulissen zu bekommen und die Büros, in denen so viel Großartiges entstanden ist – und entstehen wird – zusehen. Besonders interessant fand ich dabei ein Regal, wo man die Entwicklung von Figuren sehen konnte. Also wie die Staturen entstanden sind, die später in den Collectors-Editionen enthalten waren. Denn auch das ist ein längerer Prozess, der sehr spannend dargestellt wurde.
Lecker der Kuchen!
Abgeschlossen wurde der Abend dann nach den Touren mit einem Quiz zu allem, was CDPR zu bieten hat, einer Charade und natürlich das wichtigste: Kuchen und Sekt! Zum Abschluss wurden wir dann zur Verabschiedung noch mal reich beschenkt, es gab einen großen Goodiebag mit diversen Merch zu Cyberpunk, Witcher und Gwent. Vor allem die Jubiläumsshirts zu Cyberpunk und The Witcher haben es mir sehr angetan, dazu kam es dann noch 2 passende Ketten.
Da ich mit dem Flugzeug angereist bin, konnte ich aber nicht alles mitnehmen, denn es gab auch noch eine große Figur und Poster, die aber bei Bedarf einem nach Hause geschickt werden konnten. Bin sehr gespannt, was da auf mich wartet.
CeBraX und TheRettsch
Ich bin sehr dankbar für diese Einladung, die Möglichkeit so viele aus der Community zu treffen und kennenzulernen und natürlich auch das Team und Studio besser kennenzulernen. Hoffentlich konnte ich euch mit diesem Bericht einen kleinen Einblick in den Tag bei CDPR verschaffen, ich könnte euch noch viel mehr erzählen, aber das würde wohl den Rahmen sprengen.
Zum Abschluss möchte ich mich noch mal beim Team von CDPR bedanken, die diesen wunderschönen Tag so durchgeplant und möglich gemacht hat, doch ein besonderer Dank geht an Coshy, die einen so gut durch den Tag geholfen hat und einem bei jeglichen Fragen direkt zur Seite stand.
Im Interview: Trettsch
Patrick
https://www.cbrpnk.de/blog/im-interview-trettsch/
Interessante Persönlichkeiten mit Fragen löchern. Das wollte ich schon immer mal machen! Was eignet sich dafür besser, als lustige und interessante Interviews? Genau, lustige und interessante Interviews! Dieses Mal habe ich mir den Inbegriff eines Chooms, oder sagen wir Superchooms auf die Couch geholt. Es wird lustig und interessant, versprochen! Ich darf am Mikro herzlich begrüßen: The Rettsch!
Hi Trettsch! Wie geht es dir?
Joa soweit ganz gut. Man quält sich eben so durch bis zur Rente 😉
Du bist ja vielen bekannt als der Fan mit dem Cyberpunk-Zimmer. Erzähl mal, wie kam es dazu, dass du diesen Raum für dich eingerichtet hast?
Gute Frage. Das ist schon so lange her, dass ich mich gar nicht mehr so richtig daran erinnere, wie es angefangen hat. Ich hatte Cyberpunk 2077 zuerst nur eine kleine Ecke in meinem GameRoom gewidmet, aber als dann immer mehr Merch angekündigt und mein persönlicher Hypetrain immer schneller wurde, musste ich ins Wohnzimmer umziehen. Joa und von da an wurde der „Schrein“ immer größer, es kamen immer mehr Regale hinzu und dementsprechend das ganze Merchandise.
Wie bist du zu Cyberpunk 2077 gekommen?
Ich mochte schon immer das Genre Cyberpunk und dystopische Filme wie Dreed, Blade Runner oder Akira und als der erste Teaser am 10. Januar 2013 rauskam war ich direkt heiß drauf. Heiß wie Frittenfett und habe mir den Teaser unzählige Male angesehen, mit der Hoffnung, dass es nicht allzu lange bis zum Release dauert.
Viele werden sich sicher fragen, wie viel deine Sammlung grob an Gesamtwert hat. Magst du uns das verraten?
Ehrlich gesagt, hatte ich mal eine Liste auf der stand, was es mich bisher gekostet hat, aber da waren es noch nicht diese Ausmaße… Vielleicht will ich es selbst auch gar nicht so genau wissen, was ich in den „Schrein“ bisher investiert habe 😀 Ich schätze mal grob, mit Farbe, Werkzeug, Regalen und dem ganzen Merch 5K – 6K. Aber was bedeuten schon Zahlen zu dem ganzen Spaß das alles so aufzubauen und stundenlang mit Pinsel die Logos auszumalen. War echt beruhigend.
Was machst du beruflich?
Ich bin derzeit bei der Bundeswehr und ja ich weiß, viele werden jetzt sagen „Ja dann hast du es ja um dir das alles zu leisten“, aber den Großteil in der Sammlung hatte ich durch meinen Zweitjob als Taxifahrer finanziert.
Oh, bei der Bundeswehr. Was machst du da genau?
Näher kann ich leider nicht darauf eingehen, aber ich übernehme administrative Aufgaben 😉
Sammelst du auch noch andere Dinge außer Cyberpunk-Merch?
Allerdings. Ich habe einen ganzen Raum voller Spielekonsolen und Videospiele. Ich hatte, seit ich auf YouTube den Australier „Last Gamer“ gesehen habe, immer den Traum von einem eigenen GameRoom und habe mir den auch nach und nach selbst aufgebaut. Hat zwar etwas Überhand genommen in letzter Zeit und verlagert sich mittlerweile auch noch in andere Räume, aber ich muss sagen, es schläft sich deutlich angenehmer neben ca. 1000 Playstation Spielen 😀
Welche Konsolen hast du den grob schon alle gesammelt? *gespannt nun zappel*
Boah, die alle aufzuzählen würde echt den Rahmen sprengen. Ich weiß das ich insgesamt, mit den Handhelds, 69 Spielekonsolen habe (hihi… 69) und querbeet von der 1. bis zur 8. Generation unterschiedlichste Konsolen habe. Die 9. und aktuellste Generation fehlt noch komplett.
Mein ganz besonderer Stolz ist die erste Spielekonsole der Welt von 1972. Die Magnavox Odyssey, konnte nichts als einen Punkt darstellen und die Farbe kam von Folien, die man über den Fernseher legen musste.
Noch mehr Retro geht echt nicht. Also wenn irgendwann Tag X kommt, verkrieche ich mich in meinen GameRoom und zock bis der Arzt kommt… oder die Zombies
Was würdest du dir aktuell wünschen, was CD Projekt RED mit Cyberpunk noch macht?
Ehrlich gesagt, wünsche ich mir einfach, dass CDPR das Spiel nicht einfach so irgendwann fallen lässt und es zu dem wird, worauf wir nach dem Gameplay 2018 alle sabbernd gewartet haben. Klar das es auf der Old-Gen niemals so werden kann, aber vielleicht auf Next-Gen und wer weiß, was uns mit der Erweiterung nächstes Jahr erwartet. Dass es solche Brecher werden wie „Hearts of Stone“ oder „Blood and Wine“ denke ich eher nicht, aber CDPR wird sich sicher nicht lumpen lassen. Dieses Spiel bietet einfach noch so viel Potential 🙂
Jetzt mal zu dir persönlich. Vielleicht für die Mädls interessant. Bist du vergeben?
Haha nein bin ich nicht 😉 Ich sage immer, ich habe keine Zeit dafür, aber vielleicht rede ich mir das auch nur schon lange genug selbst ein und bin in diesem Trott gefangen. Eigentlich bin ich so ganz zufrieden, wie es derzeit bei mir läuft und ich will einfach nur den Tag rumkriegen, um mich abends, in meiner Burg, wieder auf meine Couch zu kuscheln. Du kennst ja das GIF von mir 😀
Was zockst du noch so, wenn nicht gerade Cyberpunk 2077?
Ich habe einen riesigen Backlog und der wird echt nicht kleiner:-D Ich habe vor kurzem mal wieder Assassins Creed Origins angefangen und bin auch wieder öfters in Red Dead Redemption 2 unterwegs. Und wenn ich mal wieder Dampf ablassen muss, hau ich das 2019er CoD: MW rein bis ich wieder die Schnauze voll habe.
Gibt es etwas, was du an dem Cyberpunk-RPG gar nicht leiden kannst?
Spontan fällt mir ehrlich gesagt nichts ein. Ich spiele schon seit Release auf der Xbox One X und hatte nie Bugs, zumindest keine drastischen, die ein Weiterspielen verhindern. Also, ich bin glücklich damit.
Man sieht dein Zimmer immer nur von der einen Seite. Wie sieht das den auf der anderen Seite aus? XD
Ja, die Seite zeige ich nie, da ist meine „Fortnite Wand“ auf die ich nicht stolz bin, aber das war eine Jugendsünde :-D. Nein Scherz beiseite, da sind einfach Fenster zum realen Leben und Rollläden, die ich ganz schnell herunterlassen kann, wenn der strahlende Sonnenschein mich beim zocken stört :-D.
Gibt es Dinge in deiner Sammlung, auf die du besonders Stolz bist?
Also ich möchte von der ganzen Cyberpunk 2077 Sammlung nichts missen, aber am meisten freut es mich, dass ich damals nach dem Stream vom „Night City Festival“ von Fabian Döhla ein Presse-Kit und eine Promo-Version von Cyberpunk 2077 geschenkt bekommen habe (Vielen Dank nochmal dafür Fabian), ein signiertes Bild von Tingilya, unsere Gewinnerin vom Cosplay Contest, mit freundlicher Unterstützung von dir und anderer alle Steelbooks die es weltweit gab zu bekommen und natürlich seit kurzem die Einladung zum Community-Event anlässlich des 20-jährigen Bestehens von CDPR.
Stimmt! Das mit der Einladung habe ich gelesen. Freut mich echt für dich 😉 Was geht dir da aktuell durch den Kopf?
Also zuerst, als ich den Umschlag bei der Post abgeholt hatte, habe ich direkt erstmal Schnappatmung bekommen und beim Aufmachen nicht gemerkt, dass ich schon halb auf einer Straße stehe… Hätte auch schiefgehen können haha 😀 Ich bin natürlich sehr aufgeregt was mich erwartet und hoffe sehr, dass alles glattgeht. Ist für mich natürlich eine riesige Ehre, dass man mich Verrückten zu so etwas einlädt… Als ob man mich auf den Olymp eingeladen hätte, um mit den Göttern zu speisen. Anders kann ich es nicht beschreiben 🙂
Ich wünsche dir auf der Communityfeier bei CD Projekt RED viel Spaß. Bin gespannt, was du da zu berichten hast. Apropro Feiern… was hörst du eigentlich gern für Musik?
Ich stehe voll auf die 70er, 80er und 90er und das querbeet durch alle Musikrichtungen. Mit der heutigen Musik kann ich ehrlich nicht viel anfangen.
Ich ehrlich gesagt auch nicht. Du, wenn es kein Cyberpunk 2077 gäbe, welches Spiel wäre dann dein allerliebstes?
Definitiv The Witcher 3 und Red Dead Redemption 2. Das sind absolute Meisterwerke, die einen wochenlang bei Laune halten.
Was würdest du CD Projekt RED mal gern mitteilen wollen?
Hmm, eigentlich habe ich denen über Twitter alles gesagt, was ich jemals sagen wollte, aber ich hoffe, dass CDPR einfach weiß, dass für uns nicht alles schlecht war und die Community weiterhin hinter ihnen steht. Danke auch an unsere Community Managerin Carolin, dass ich ihr so auf die Nerven gehen durfte ;-).
Drehen wir kurz den Spieß um, wenn du mich irgendwas fragen könntest, was wäre das? Spucks aus!
Wir schreiben ja regelmäßig über Twitter, deswegen fällt mir spontan nichts Besonderes ein, sorry ;-D Aber wenn ich schonmal gefragt werde, bist du zufrieden mit dem, was du mit CBRPNK.DE geschaffen hast? DU bist nämlich meine und ich denke auch das betrifft viele andere hier auch erste Anlaufstelle, wenn es um neuste Infos bezüglich Cyberpunk 2077 geht. Danke dir dafür, dass du dich so reinhängst und immer ruhig und objektiv bleibst, auch wenn wieder mal ein Hater um die Ecke kommt 😉
Erstmal dickes Danke und joar, ich bin mehr als zufrieden und immer noch baff wie das sich alles entwickelt hat. Vor allem, dass es so viele anspricht, was ich tue und wie ich es tue. Aber wieder zu dir! Du hast um dich herum ebenfalls eine kleine Community aufgebaut. Bisher soweit zufrieden, oder gibt es etwas was anstinkt?
Ich bin sehr zufrieden mit unserer Community. Sind echt super Leute darin und ich freue mich immer die Bilder von @Nastja, @Kalenko oder derzeit die Porträts von @Togusa zu sehen, nur um einen kleinen Teil mal zu nennen. Natürlich sind noch viele weitere tolle Talente mit dabei. Danke an euch alle und was für tolle Sachen ihr immer macht. Ich bin froh euch hier getroffen zu haben 🙂
So nun eine ganz bescheuerte Frage XD Stelle ich jedem! Was in aller Welt ist ein Windskrumpf?
Ein Windskrumpf?? Ne keine Ahnung. Eventuell so was Ähnliches wie ein Unrumpf? So hatte man mich leider hin und wieder genannt als ich noch mehr Masse an mir hatte als jetzt.
Stellt The Rettsch eure Fragen.
Nach soviel Input, seid ihr nun an der Reihe! The Rettsch hat sich bereit erklärt, aufkommende Fragen unter dem Post bei Twitter zu beantworten. Also was würdet ihr von dem Herren noch gern wissen? Schreibts in die Kommentare! Ansonsten könnt ihr ihm bei Twitter unter @Trettsch folgen 😉
Stray REVIEW
Patrick
https://www.cbrpnk.de/blog/wie-eine-katze-die-cyberpunk-welt-erobert/
Sie ist klein, sie ist niedlich, miaut auf Knopfdruck und muss innerhalb von 6-8h einem großen Mysterium auf die Schliche kommen. Dabei ist es mehr als von Vorteil, dass Sie ist, was Sie ist: Eine Katze! Schauen wir uns also in diesem Artikel ein Spiel an, das einerseits sehr besonders ist und andererseits gerade die Gaming-Welt im Sturm erobert.
Stray wurde letztes Jahr 2021 mit einem kleinen Gameplay-Trailer angekündigt und viele waren hin und weg. Supertolle Grafik, ein niedliches Adventure mit tollen Umgebungsrätseln und obendrauf eine steuerbare Katze. Viele waren fortan in diese Spielidee verliebt und warteten schon sehnsüchtig darauf, dass das Spiel erscheint. Lange Zeit wurde es dann leider sehr still um Stray. Kein Release-Date und auch kein Update, was zeigt, wie es dem Spiel aktuell geht. Doch auf der State of Play im Frühjahr 2022 wurde dann endlich der 19. Juli als Release fest gemacht und das Beste daran. Alle, die Playstation Plus Extra/Premium haben, konnten den Titel quasi kostenlos spielen.
Doch wie ist es den nun? Ich bin ehrlich, eigentlich darf man Spiele, meiner Meinung nach erst bewerten, wenn man Sie durch hat. Das habe ich noch nicht und ich nehme mir auch sehr sehr viel Zeit dazu. Einerseits weil ich das Spiel so mag und dem glatt eine 12/10 geben könnte und weil ich es auskoste, bis zum Gehtnichtmehr. Daher habe mich dazu entschieden, dass dies hier kein Review wird, sondern eher ein Erfahrungsbericht.
Als ich das Spiel anfing, war ich in der ersten Szene davon überwältigt, wie detailliert die Entwickler mit den Eigenheiten einer Katze umgehen. Allein wie sie sich an ihre anfänglichen Gefährten schmiegt und mit ihnen auf der kleinen Plattform herumtollt. Einfach Herzerwärmend! Doch so niedlich wie das ganze anfängt, so düster und teilweise auch Ernst wird es im Spiel. Die namenlose Katze findet sich dann in einer von der Außenwelt abgeschnittenen Stadt wieder, die in mehrere Bereiche unterteilt ist. Wir starten dabei im untersten und suchen im ersten Kapitel meist nach Informationen, nämlich nach Notizbüchern, die uns dann ein gewisses Gerät reparieren lässt, um ein Stück weiter aus diesem abgeschotteten Bereich zu entkommen. Auf der Reise treffen wir dann auf allerhand Roboter, und keinen einzigen Menschen. Den, die sind in diesem Szenario bereits ausgestorben. Aber auch die Roboter sind, neben der Katze, drollige Weggefährten. Ich habe mich dabei erwischt, wie mir manche der Charaktere ein wenig ans Herz gewachsen sind. Am meisten aber die Katze selbst! Wie unerwartet XD
Ich darf mich in diesem Spiel echt katzig fühlen XD Dabei geht das Steuern des Vierbeiners super von der Hand, weil die Katze immer, wo sie entlang läuft, wie auf Schienen gehalten wird und nirgends herunterfallen kann. Das macht die Bewegung, recht smooth und spaßig. Dabei überwinden wir mühelos einige Höhenmeter. Hatte aber nie das Gefühl, dass die Katze völlig unrealistische Sprünge macht. Nur manchmal, wenn man springt, wird einem per Animation vermittelt, oh das war gerade knapp. Aber der Katze kann dabei nie etwas passieren. Es sei den die Zurk kommen!
Ja, nun seid stark! Die Katze – kann sterben, aber nur, wenn diese headcrapähnlichen Viecher kommen, und der Katze sprichwörtlich ans Fell wollen oder später einen anderen Gegnertypen treffen und sie nicht rechtzeitig fliehen kann. Schafft man es nicht mehr diese abzuschütteln, geht es sehr schnell, dass unser Vierbeiner das zeitliche segnet. Ich habe mich mehrmals dabei erwischt, wie mir dabei das Herz raste und ich innerlich schrie „Lasst Katzi in Ruhe, ihr doofen Viecher!“. Ja, ich bin recht emotional dabei xD Ansonsten ist aber in den Schleichpassagen und Orten, wo ihr in Ruhe erkunden könnt, keinerlei Gefahr und lustig wirds dabei auch noch. Das versprech ich euch!
Den Katerchen macht alles, was eine normale Katze halt macht. Sie mauzt, wie gesagt, sogar auf Knopfdruck. Kratzt sich an Möbeln und Wänden. Drückt ihre Füße in den Teppich, schmiegt sich an die Beine von Robotern, hüpft in Kartons, wandert in Eimern von A nach B, schmeißt allerhand Sachen um – vor allem RUNTER – und legt sich gern an ausgewählten Plätzen hin und schläft ein Weilchen. Und ganz ehrlich, ich habe ihr manchmal diese Zeit gegönnt und 5min oder auch länger beim Schlafen zugesehen. Obwohl es vom Gameplay keine Relevanz hat, es macht aber Sinn und steigert das Gefühl eine Katze da zu steuern ungemein. Dabei knurrt es per Vibration und die Kamera fährt etwas heraus. Einfach toll! Sie schmeißt auch sehr gern Farbtöpfe herunter, was im Gameplay sogar zum Tragen kommt und macht hier und da einfach Blödsinn. Ihr dürft gern mal einem Programmierer auf der Tastatur herumlaufen. Die Reaktion, herrlich!
Damit die Katze auch im groben Sinne alles versteht, haben wir eine kleine, feine Drohne, die alles übersetzt und der Katze erklärt, sowie uns als Spieler das Inventar verwaltet und Tipps gibt, wie es weitergeht. Wer diese Drohne ist und woher sie kommt. Spielt es selber 😉 Die Roboter hingegen sprechen nur – ich nenne es mal Kauderwelsch – und wir bekommen in Textboxen angezeigt, was die Drohne oder der Roboter uns sagen will. Später sendet die Drohne dann auch Licht aus, die die Zurk platzen lassen. Dabei wird es aber nie zu leicht, den die Drohne überhitzt schnell. Somit ist diese Waffe nur bedingt hilfreich. Die Schnelligkeit der Katze ist ihr größter Trumpf und sie kann per Kreis-Taste (Konsole) die Zurk abschütteln. Was aber, wie gesagt, nicht immer klappt.
Kommen wir neben der Katze zum zweiten Star des Spiels. Der Welt! Eine cyberpunkige Welt, bevölkert von allerlei Robotern, die allesamt ihre Persönlichkeiten haben. Dabei ist die Ästhetik immer sehr düster und, vor allem im ersten Abschnitt, dreckig. Aber eines muss ich dem Indie-Entwicklerteam BlueTwelve Studios lassen: Die Stadt sieht einfach phänomenal aus! So abartig viele Details, diese Lichtstimmung, die Spiegelungen und das im Gesamtbild. WOW! Bin oft durch die Gänge gelaufen und war einfach nur baff von der Grafik. Dabei gibt es in den einzelnen Abschnitten, die zwar keine Open-World sind, aber dennoch sehr weitläufig, viel zu entdecken und zu erkunden. Von lustigen kleinen Szenen, Erinnerungen, die es zu sammeln gilt, trifft Katzi auch auf Roboter, die kleine Aufgaben für uns haben, meist aber nur Dinge, die es zu sammeln gilt und oftmals mit einem Umgebungsrätsel verbunden sind. Als Beispiel seien hier Notenblätter zu nennen, die wir einem Stadtmusiker geben sollen, damit er paar Lieder zum Spielen hat. Lockert doll das Gameplay auf und macht Spaß! Dann findet man allerlei kleine Szenerien, in den sich Roboter unterhalten, kleine Zettel an der Wand und hier und da auch Details die die Geschichte der Stadt erzählen. Streunert einfach mal herum und ihr werdet an so vielen Ecken so tolles finden.
Technisch muss ich sagen, hat der Entwickler BlueTwelve Studios ganze Arbeit geleistet. Stray läuft auf der Konsole rund. Bis auf hier und da kleinere Ruckler. Aber ich denke da kommt noch ein kleiner Patch und dann ist die Sache auch aus der Welt. Auch kleinere Glitches oder Physikeigenheiten treten auf, aber nichts was das Spielgeschehen signifikant stört. Im Gegenteil, manches fand ich sogar lustig. Klar, man kann den kleinen Titel nicht mit größeren Open-World Titeln ala Cyberpunk 2077 vergleichen, das wäre schlichtweg unfair. Den Stray ist weitaus kleiner und oftmals statischer als so ein Mammutprojekt. Dennoch beeindruckend, was das Studio hier auf den Bildschirm zaubert und technisch sauber das zum Release daher kommt. Die Optik liefert übrigens die Unreal Engine 4, und wie gut diese Engine noch ausschaut, zeigt Stray sehr eindrucksvoll. Vom PC kann ich leider nichts berichten, da ich den Titel auf der PS5 spiele.
Wie ihr seht, ich bin total begeistert von Stray und kann jedem das Spiel ohne Bedenken empfehlen. Hast du ein PSplus Abo, dann bekommst du es sowieso kostenlos und alle anderen, die 29.99 sind es allemal Wert. Ich hoffe auch für Xbox Besitzer, dass Stray es bald auf die Konsole schafft. Und für Katzenliebhaber mit einer Playstation oder PC, ist es sowieso ein Jammer, wenn sie Stray nicht spielen. Schämt euch!
Nun sagt mir doch mal wie ihr Stray findet und was euch zu dem katzigen Abenteuer durch den Kopf geht? Ab in die Kommentare 😉
Love, Death & Robots – Alle Folgen für Fans von Scifi und Cyberpunk im Überblick
Patrick
https://www.cbrpnk.de/blog/love-death-robots-alle-folgen-fuer-fans-von-scifi-und-cyberpunk-im-ueberblick/
Love, Death & Robots ist einer der wohl einzigartigsten Serien, die man so auf Netflix schauen kann. Jede Folge der Show kann mit einem anderen Animationsstil überzeugen, von fast lebensechten Charakteren bis hin zu Comicfiguren. Auch die Story ist in jeder Folge anders und beleuchtet spannende Themen – wie der Titel schon preisgibt – über Liebe, Tod und Roboter.
Nicht jede Folge lehnt sich dabei an den Cyberpunk oder Scifi an, aber einige sind definitiv einen Blick wert. Wir geben euch einen kleinen Einblick in jede dieser Folgen aus bisher zwei Staffel. Bis zum Start der 3. Staffel am 20. Mai könnt ihr ganz gemütlich diese Episoden; oder gleich alle, nachholen. Die Folgen sind nicht länger als 15 Minuten, also nehmen auch gar nicht viel eurer kostbaren Zeit in Anspruch. Staffel 1 hat insgesamt 18 Folgen, weshalb diese Liste länger ist. Staffel 2, und auch die kommende dritte Staffel, habe jeweils acht Episoden.
Staffel 1
Drei Roboter
Die erste Folge der Show lehnt sich direkt an den Cyberpunk und die Post-Apokalypse an. Drei Roboter erkunden eine heruntergekommene Stadt und unterhalten sich mit viel Humor über die Menschheit, welche nun ausgestorben scheint. Vielleicht finden die drei ja noch eine andere Lebensform auf ihrer Entdeckungsreise und entschlüsseln das Geheimnis um die Zerstörung der Welt? Der Animationsstil ist in dieser Folge realistisch gehalten, vor allem die Roboter glänzen bei ihrem Auftritt im Kontrast mit der trostlosen und überwucherten Stadt.
Jenseits des Aquila Rifts
Ein bemanntes Raumschiff landet plötzlich tausende Lichtjahre entfernt vom eigentlichen Ziel. Dort trifft der Captain des Schiffs auf eine alte Bekannte. Sie erklärt ihnen, wo genau sie sich hier befinden; doch es scheint nicht alles ganz so in Ordnung zu sein, wie die Crew anfangs glaubt. Wo befindet sich die Crew wirklich und wer ist diese Dame, die sie getroffen haben? Genau das gilt es, herauszufinden. Die Optik dieser Folge ist wohl eine der am realistischsten der ganzen Serie, die Animationen der Gesichter, sowie die Umgebung des Raumschiffs, sind unglaublich detailliert dargestellt.
Sonnies Vorteil
Eine Art Pokémon-Kämpfe, aber super realistisch und in einem Cyberpunk-Setting? Damit kann die Folge „Sonnies Vorteil“ überzeugen. Die Charaktere dieses Universums können anhand von Implantaten Monster steuern und lassen diese dann in Untergrund-Arenen gegeneinander kämpfen. Sonnie ist darin unglaublich gut, wird jedoch durch ihre Dominanz in die Machenschaften eines reichen Geschäftsmannes gezogen. Auch diese Folge ist wieder sehr detailverliebt animiert, aber die Charaktere sind teilweise mehr stilisiert und überspitzt dargestellt.
Die Augenzeugin
Die wohl bekannteste Folge der Serie; und auch hier lässt sich der Cyberpunk erkennen. In einer turbulenten Großstadt beobachtet unsere Protagonistin einen Mord durch das Fenster in ihrer Wohnung. Doch der Mörder hat auch sie gesehen und verfolgt sie durch die sich windenden Gassen der Cyberpunk-Stadt. Die Folge ist sehr abstrus und spielt auch mal gerne mit dem Zuschauer. Das spiegelt auch der Animationsstil wieder, welcher einem möglicherweise an das Spiel „Disco Elysium“ erinnert. Die Folge ist in 3D animiert, aber die Texturen sind allesamt gezeichnet, was der Folge einen richtig einzigartigen Charakter verleiht.
Helfende Hand
Eine der wohl grausamsten Vorstellungen eines Astronauten werden in dieser Folge beleuchtet. Bei einer eigentlich normalen Reparatur eines Satelliten wird Alexandria Stephens von einer umherfliegenden Schraube getroffen. Ihr Anzug verliert an Sauerstoff und ihr bleiben nur noch 14 Minuten, bis dieser ausgeht, zusätzlich driftet sie immer weiter von ihrem Raumschiff weg. Ob sie es trotzdem überleben kann? Auch diese Folge ist wieder sehr realistisch animiert.
Raumschiff Nr. 13
Die letzte Folge unserer Liste dreht sich ebenfalls wieder um Scifi und High-Tech-Militärausrüstung. In dieser Welt führen die Menschen Krieg auf anderen Planeten. Eine junge Pilotin bekommt ein Schiff mit dem Namen „Lucky 13“ zugewiesen, welches aber alles andere als Glück bringt. Sie schafft es jedoch, dem vermeintlichen Fluch des Landungsschiffs zu entkommen, bis zu einem verhängnisvollem Kampf. Die Frage ist, wie sie danach über ihr beliebtes Schiff denkt und welche Wert es für sie hat, trotz eines Unfalls. Diese Folge überzeugt wieder einmal mit einem unglaublich detailreichen Stil.
Staffel 2
Jäger und Gejagte
In einer dystopischen Zukunft sind Kinder ungerne gesehen, vor allem gepaart mit einer Überpopulation und Unsterblichkeit. Dafür gibt es ein spezielles Polizei-Squad, welches Kinder ausfindig macht und tötet, sowie die Eltern gefangen nimmt. Detective Briggs steht dabei im Mittelpunkt der Folge und hadert mit seinem eigenen Gewissen über das, was er da eigentlich tut. Der Animationsstil ist dabei ähnlich wie in der Folge „Sonnies Vorteil“, semi-realistisch mit einem Hauch von Überspitztheit der Charaktere. Diese Episode ist übrigens mein persönliches Highlight beider Staffeln und ich möchte sie jedem hier ans Herz legen! Sie geht vor allem auf die moralische und tiefgründigere Seite des dystopischen/cyberpunkigen Setting ein, was ich immer liebe und einem selbst zum Nachdenken anregt.
Schnee in der Wüste
Snow ist ein Albino und verfügt zusätzlich noch über regenerative Zellen. Dadurch wird er auf seinem sandigen Heimatplaneten gejagt und ist immer auf der Flucht. Er weiß nicht, wem er trauen kann und wer möglicherweise nur an seine Zellen ran möchte. Zudem hat er Probleme, mit seiner eigenen Unsterblichkeit fertig zu werden, wenn alle Geliebten um ihn herum sterben. Wird er jemanden finden, oder wird sein Vertrauen in eine andere Person ihn womöglich auf die falsche Fährte führen? Stilistisch ist diese Folge wieder sehr atemberaubend, vor allem der Wüstenplanet á la Dune kommt sehr gut zur Geltung.
Rettungskapsel
Eine weitere Folge aus der Kategorie „im Weltraum oder auf Raumschiffen gehen immer Dinge schief“, welches Love, Death & Robots sehr gerne nutzt. Nach einem Kampf stürzt das Raumschiff unseres Protagonisten ab. Er aktiviert das Notfallsystem, doch die KI dahinter scheint nicht richtig zu funktionieren. Diese sieht den Helden als Gefahr an und versucht alles, ihn loszuwerden. Kann er sich aus den Fängen der KI entreißen und diese austricksen? Auch diese Episode ist detailreich animiert und zeigt eindrucksvoll die mechanische Umgebung des Raumschiffs.
Staffel 3
Drei Roboter: Rückzugsstrategien
Die dritte Staffel startet mit bekannten Gesichtern – wenn man bei Robotern davon sprechen kann. Die drei mechanischen Freunde aus der allerersten Folge machen sich weiter auf die Suche nach der Menschheit und versuchen herauszufinden, was denn nun mit ihnen passiert sein könnte. Sie treffen auf unterschiedliche Bevölkerungsgruppen und wie sich diese gegen die Apokalypse gewehrt haben. Und wer weiß, vielleicht finden die drei Roboter sogar Hinweise darauf, wo die letzten Menschen sein könnten? Die Folge ist wie immer mit viel Humor gespickt und überzeugt ebenso wie die der ersten Staffel.
Der Puls der Maschine
Ein Team aus zwei Astronautinnen wird auf einem fremden Mond von etwas angegriffen. Ihr Fahrzeug wird zerstört und eine der beiden getötet. Die Überlebende versucht nun, den Weg zurück zur Basis zu finden. Unterwegs hat sie jedoch mit Sauerstoffnot und Übermüdung zu kämpfen und driftet hin und wieder in Halluzinationen ab. Wird sie es zurückschaffen oder wird ihre Einbildung sie übernehmen? Der Animationsstil dieser Folge erinnert doch stark an die Borderlands-Reihe, mit tollem Cell-Shading. Andererseits ist ein Vergleich zu No Man’s Sky auch extrem passend.
Tötet es, Team!
Beim Anfang dieser Episode mag man vielleicht nicht direkt an ein Scifi oder Cyberpunk Setting denken. Wenig später trifft das Team der Soldaten aber auf einen modifizierten Grizzlybären, welcher ihnen ganz schön zu schaffen macht. Einen Bären mit Metallplatten, fies rot leuchtenden Augen und messerscharfen Klingen sehen die Jungs wohl nicht alle Tage. Können sie es schaffen, diese wild gewordene Kreuzung zwischen Tier und Maschine zu stoppen? Die Folge ist in einem sehr coolen Anime-Stil gehalten; aber Vorsicht: trotz dessen ist es auf jeden Fall nichts für schwache Nerven und Leute, die kein Gore mögen.
Masons Ratten
Ein Farmer lebt auf einem Bauernhof im Steampunk-Stil. Eines Tages bemerkt er eine Rattenplage in seinen Scheunen und überlegt, wie er damit am besten umgehen sollte. Er fragt bei einer Firma nach und erhält zugleich die neuste Technik zur Rattenbekämpfung. Jedoch hatte der Verkäufer nicht mit der Hartnäckigkeit der intelligenten Tiere gerechnet. Es müssen wohl härtere Geschütze her; ein mechanischer Skorpion vielleicht? Ratten gegen Maschine, wie wird dieser Kampf wohl ausgehen?
Im Interview: Nastja, die Mox!
Patrick
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Das wollte ich schon immer mal machen. Interessante Persönlichkeiten mit Fragen löchern! Was eignet sich dafür besser, als lustige und interessante Interviews? Genau, lustige und interessante Interviews! Für den Einstieg habe ich mir eine sehr geschätzte Kollegin gekrallt und mich mit Ihr über allerlei Dinge unterhalten. Es wird lustig und interessant, versprochen! Ich darf am Mikro herzlich begrüßen: Nastja, die Mox!
Hallo Nastja, erstmal eins vorweg, wie geht es dir?
Ja!
Äh, ja! Lol. Was ich mich schon immer mal gefragt habe, wie bist du eigentlich auf den Namen „Nastja“ gekommen?
Schon als Kind war ich von Russland fasziniert. Also nicht vom politischen System oder der russischen Kultur, sondern rein von der Grösse bzw. der immensen Flächenabdeckung und der Vielfältigkeit der Landschaft. Ausserdem habe ich zumindest teilweise russische Vorfahren, auch wenn ich sonst keinen Bezug zum Land habe. Die Geschichte und die Mythen um die Zarentochter Anastasia Romanowa (Danke Disney!) hat mich früher als Kind dabei ganz speziell in ihren Bann gezogen. Die russische Koseform von Anastasia ist Nastja, und weil dies auch leichte Ähnlichkeit mit meinem realen Vornamen hat, verwende ich den nun schon länger als Nickname. (Das manche denken könnten, das sei vom englischen „nasty“ abgeleitet, habe ich erst später irgendwann mal kapiert…)
Wie ich sehe, schreibst du viel und gern Kurzgeschichten im Cyberpunk 2077 Universum. Machst du das schon länger und woher holst Du dir da deine Ideen?
Das hat 2020 mit einem Forenspiel im cyberpunk-forum.com, mit einer Art Foren-RPG. Im Forum gab es damals 3 Gruppierungen Nomads, Corpos und Streetkids. Ich habe dort versucht mit Propagandatexten neue Mitglieder für den untervertretenen Nomads zu anzuwerben, in Form von kleinen Geschichten. Bei meinen ersten Ideen habe ich einfach kultige Filmszenen parodiert. Das fand ich einfach witzig und eine interessante Herausforderung. Die aktuellen Geschichten versuchen pointiert etwas darzustellen aus dem Alltag, aus Diskussionen, aus Film oder Buch, oder generell etwas über das soziale Konstrukt der Menschheit. So ist z.B. die letzte Geschichte «Ein verdammt friedlicher Ort» eine Parodie auf real angewendeten Problemlösungsstrategien.
Wenn jemand mit dem Hobby Kurzgeschichten anfangen wolle. Was hättest du für Tipps parat?
Um einen berühmten Romanschreiber zu zitieren: «Tu es! Oder Tu es nicht! Es gibt kein Versuchen!» Fang einfach an und mache es. Es spielt keine Rolle, wie gut die Geschichten dann sind, man lernt mit jedem Versuch. Nicht Zuviel überlegen, sondern einfach mal loslegen, egal wie blöd die Idee scheint. Die schlechtesten Geschichten sind diejenigen, die aus Angst vor dem Versagen nie geschriebenen werden.
Schreibe schlechte Geschichten: Nicht jede Geschichte wird gut sein. Who cares? Gib dein Bestes und steh auch zu deinen «Schrottgeschichten». Auch aus denen kann man lernen.
Nimm dich selbst nicht zu ernst, hab Spass dabei und mach dich auch mal zum Narren.
Seit ca. 2-3 Monaten hast Du eine eigene Webseite „blogging-mox.ch“, auf der du Kurzgeschichten, deine Screenshots uvm. veröffentlichst. Was hast du in nächster Zeit geplant?
Ich habe ja keine Ahnung von Webseitenerstellung, und das ist einfach ein Spassprojekt um meinen Horizont zu erweitern. Danke Unterstützung der Betreiberin von www.nerderlei.de habe ich das einfach mal probiert. Im Moment befindet sich die Seite im laufenden Umbau. Statische Texte werden in dynamische Blogeinträge umgewandelt. Anschliessend will ich neuen Content einbauen, also neue Geschichten und Literatur-Rezensionen. Langfristig würde ich gerne eine Novelle schreiben und veröffentlichen. Aber das ist dann wirklich noch alles Zukunftsmusik.
Sprechen wir mal über den Elefanten im Raum. Nein, nicht dich XD Wie kam es dazu das Du so ein Riesenfan von Cyberpunk 2077 wurdest und was fasziniert dich daran?
Meine Faszination ist vor allem das Cyberpunk-Genre an und für sich. Cyberpunk 2077 ist für mich das Mittel, um die Leidenschaft an diesem Genre auszuleben und Cyberpunk 2077 beinhaltet vieles, was für mich das Genre spannend macht, wenn man sich die Mühe macht, im Game einzutauchen. Und dann natürlich einfach die Atmosphäre, wo ich mich total drin verlieren kann.
Was mich am Cyberpunk-Genre fasziniert: Es ist nicht nur ein Spassgenre, sondern auch eine Gesellschaftskritik, die vieles aufzeigt, was Leute gar nicht sehen wollen. Die Gefahren des Hyperkapitalismuses wo man entweder mitmacht oder untergeht. Konzerne mit mehr Macht als Länder, Highttech-Lowlife und vieles mehr. Die Technik ist nicht die Segensbringerin, weil hinter ihr der primitive Mensch steht. Es zeigt den wilden Menschen unter der sehr dünnen Tünche der Zivilisation. Cyberpunk ist keine Wohlfühlwelt, und vor allem durchaus näher der Realität als viele wahr haben möchten. Auch gerade bei der sozialen Schere. Die Kluft zwischen den Erfolgreichen und denen, die nicht ins System passen ist real. Aus persönlicher Erfahrung weiss ich, wie es ist wenn man keinen Platz darin findet. In meiner frühen Jugend war ich selbst paar Monate Streetkid und erfahren, wie es ist, auf der Strasse zu leben. Aus Platzgründen verzichte ich mal, das noch detaillierter zu beantworten.
Mal zu dir persönlich. Viele User fragen sich sicherlich. Wer ist diese Nastja eigentlich? Woher kommt Sie, wie alt Sie und was macht die Dame beruflich?
Mit Jahrgang 1990 bin ich bald 30, und das soll gefälligst niemand nachrechnen. Ich komme aus der Schweiz, habe keine richtige Ausbildung und nichts gelernt, dank meiner grossen Klappe aber schon sehr viele Jobs bekommen und ausgeübt und dies durchaus sehr erfolgreich. Im Moment bin ich «Patchworkerin»: Ich habe mehrere Jobs, zum Teil im Angestelltenverhältnis, zum Teil als Selbstständigerwerbende. Zum Beispiel als Assistentin bei einem Fotostudio (inoffiziell als Anstandsdame), in einem Büro von einem gemeinnützigen Verein, einem telefonischen Receptionsdienst und einer Art Besuchsdienst. Ich habe aber auch schon Regale aufgefüllt im Supermarkt oder Kaffee serviert in einem Restaurant oder Klos geputzt. Oh und ich bekomme viel Geld für das gewähren von Interviews. Habe ich dir meine Bankdaten eigentlich schon gegeben?
Darf ich Fragen, ob die Dame noch zu haben ist?
Als Mox müsste ich nun sagen: Natürlich, wenn der Preis stimmt. Als Privatperson: Nein, bin ich nicht.
Wie würdest du Cyberpunk 2077 in 3 Sätzen beschreiben?
Gar nicht. Ich würde es auf ein Wort reduzieren: Atmosphäre. Alles andere muss jeder selber für sich rausfinden. Es ist wie beim Sex: Man kann es noch so beschreiben, wer es nicht selber erfahren hat kann es nicht nachvollziehen.
Wenn du bei CD Projekt RED einen Wunsch frei hättest, welcher wäre das?
Einen vollständigen Bericht über alles was passiert damit es zu so einem Desaster beim Release von Cyberpunk 2077 kommen konnte. Nicht zum haten, aber mich interessieren die Mechanismen die dahinter steckten, technisch, PR, merkantil und die Entscheidungsfindungsprozesse.
Als Du das erste mal Cyberpunk 2077 gestartet hast und das Spiel begann, wie war das für dich?
Anfangs skeptisch. Der Chareditor war nicht so umfangreich wie erwartet, die Startlocation in der Bar war nichts sehr spannend, man konnte noch nicht viel machen, Jackie war mir suspekt, das tutorial eher ein muss…. Und dann kam de erste Mission: Sandra Dorsett. Da hats «Bumm» gemacht und ich war voll drin. Und das bin ich seit dem immer noch.
Viele von uns sind kleine Merchsammler. Du auch und wenn ja, was hast du alles?
Nein ich bin keine Sammlerin. Ich habe sehr wenig Deko in meiner Wohnung und nichts von irgendwelchen Games. So Dekozeugs muss man immer nur abstauben. Da müsste es wirklich schon was nützliches und besonderes sein, damit ich was kaufen würden. Ausserdem liefert CDPR eh nicht in die Schweiz.
Würdest Du gern in der Welt von Cyberpunk 2077 leben? Also dein reales Leben mit der aus dem Spiel tauschen?
Auf keinen Fall. Das wäre ein Horrorszenario.
Was sich sicher viele deiner User fragen. Wie entstehen eigentlich deine Beiträge? Wie kommst du auf diese Ideen und vor allem, wieviel Zeit verbringst du in Cyberpunk 2077 um die Shots zu produzieren? Fragen über Fragen! XD
Zeit ist immer Mangelware. Mal bin ich nur rasch 10 Minuten drin, mal 2 Stunden. Ich bin ja keine «richtige» Gamerin, die noch 10 andere Games macht und stundenlang am spielen ist. Und die Ideen entstehen meist ganz spontan, weil ich mich auf die Umgebung einlasse und mich davon inspirieren lasse. Aber ich versuche bewusst einen Kontrast zu setzen zu den üblichen Fotos nach dem Motto: Schaut her wie schön/geil/sexy/stark/mächtig/etc. ich bin. Die Welt ist schon voll genug mit perfekten Selbstdarstellungen (bzw. hier Charakterdarstellungen) ich versuche mich selbst und die perfekte Welt der Super-Spielfiguren auf die Schippe zu nehmen.
So kleines Spielchen 😉 Aus dem Stegreif! Sag mir 3 Dinge die dir an Cyberpunk 2077 total gefallen und die Du total hasst.
Lieben tu ich die Atmosphäre, die Architektur von NightCity und die Enden von Cyberpunk 2077 welche ich perfekt für ein Dark-Future-Spiel halte. Dann gibt es ein paar Sachen, die man besser hätte machen können, aber nichts, das ich hassen würden.
2023 soll nun endlich die erste Erweiterung für Cyberpunk 2077 kommen. Hast du Erwartungen oder Ideen worum es da drin gehen könnte?
Weder noch, ich verfolge alle die Spekulationen nur am Rand. Ich will das gar nicht wissen und ich will mich überraschen lassen.
Was spielst Du neben Cyberpunk 2077 noch gerne und hast du eventuell einen Geheimtipp?
Einen Geheimtipp definitiv nicht. Ich habe erst mit etwa 25 angefangen Games zu spielen. Und da ich auch nicht stundenlang dran bin, fehlt mir auch die Zeit dazu, bzw nutze ich diese anders. Ich habe also erst eine sehr übersichtliche Anzahl an Spielen gespielt. Im Moment entdecke ich gerade die Mass Effect-Trilogie, die mir empfohlen wurde, und ich habe noch Stellaris, das ich sehr spannend finde, ich jedoch nur dosiert geniessen kann.
Würdest du gern mal ein Spiel selbst entwickeln?
Das war jetzt nie mein Traum, allerdings wäre es sicher spannend. Aber nur wenn ich finanziell völlig unabhängig wäre und machen könnte, was und wie ich es möchte. Und es wäre wohl ein Cyberpunk-Spiel. Du kennst nicht zufällig Elon Musk und könntest ihn um 1-2 Milliarden anpumpen?
Wenn Cyberpunk 2077 nie erschienen wäre, welches Spiel würde die große Lücke füllen?
Absolut keine Ahnung, dafür verfolge ich die Gaming-Szene zu wenig.
Stell dir vor, du dürftest einen Tag Praktikum bei CD Projekt RED machen. Dich durchfragen und alles mal anschauen. Was würde ich da am meisten interessieren?
Mich interessiert ja alles. Aber nur einen Tag? Da würde ich wohl fragen was sie empfehlen, da fehlt mir selber echt der Durchblick. Ausser das ich wissen möchte, wo die Kaffeemaschine steht.
Neben Cyberpunk 2077, auch The Witcher 3 Fan?
Ich mag das Fantasy-Setting, Magie und all so Kram nicht. Trotzdem hab ich mich zu Witcher überreden lassen und zu meinem eigenen erstaunen, fand ich es wirklich einfach mega! Kein Spiel dass ich zig-mal durchspielen könnte, aber extrem toll und mit einigen Tränendrückermomente. Und sollte da ein Gafikupdate kommen (hab da was gelesen) werde ich es wohl doch nochmals in Angriff nehmen.
Jetzt nochmal zu dir. Was magst du an deinen Followern und was stinkt dich total an?
Was ich an meinen Followern mag ist die Vielfalt, die sie repräsentieren, das vereinende Hobby. und das ein respektvoller Umgang miteinander herrscht. Sollte dieser grundlegende Respekt fehlen, würde mich das stinkig machen.
Angenommen du musst ein Jahr auf eine einsame Insel. Darfst nur ein Spiel mitnehmen und Cyberpunk 2077 wäre Tabu, welches Spiel wäre das?
Stellaris, weil es grad so das einzige ist, dass mir einfällt, dass auch umfangreich genug ist.
Jetzt kannst du dich stark machen! Hast du als Frau ebenfalls Probleme mit männlichen wie auch weiblichen Usern die dir unangenehm kommen und wenn ja, wie gehst du damit um?
Nein, hab ich nicht. Man hört immer wieder, wie schlimm toxisch es auf Social Media Kanälen sein soll. Aber sowohl im Forum, wo ich meine ersten sozialen Ineraktionserfahrungen gemacht habe, wie auch auf Twitter, habe ich statt dessen sehr tolle, freundliche und respektvolle Menschen gefunden. Natürlich hats auch schräge Vögel drunter (mich eingeschlossen) oder man hat abweichende Meinungen, aber niemals wirklich unangenehm.
Wenn du CD Projekt RED mal direkt was mitteilen könntest, was wäre das?
Ich bin nicht kompetent genug das Studio als Ganzes zu beurteilen und hätte darum auch keine Message die für alle gelten würde.
Wir alle mögen und feiern den Soundtrack von Cyberpunk 2077. Was hörst du den sonst noch in deiner Freizeit für Bands und welche Musikrichtungen hooken dich so richtig?
In meiner Freizeit würde ich nie Cyberpunk 2077 Musik hören. So Musik muss immer zu Moment passen und zur Stimmung, zu einem Film, oder einem Game. Musikalisch bin ich wohl eher etwas in den 80-90er, aber wirklich extrem vielfältig, sowohl Genre- wie auch Zeitmässig. Privat höre ich so gut wie nie Musik. Ich mag die Stille, aus ihr schöpfe ich mehr Energie.
Bist du politisch engagiert bzw. interessierst du dich dafür?
Ich interessiere mich für Politik und versuche auf dem Laufenden zu bleiben, kann mich jedoch nicht fix einer Partei oder einer Richtung zuordnen und bin selbst nicht politisch aktiv. Politik ist für mich auch ein Studium der Gesellschaft, wie sie funktioniert (oder eben nicht funktioniert) und was passiert, wenn Menschen Macht erhalten und bestimmen können. Aber auch wie die Bevölkerung reagiert auf politische Entscheidungen. Abgesehen davon traue Politikern tendenziell nicht. Aber an Abstimmungen und Wahlen mach ich meist mit.
Was ist bisher das Verrückteste was Du in deinem Leben gemacht hast?
Das wäre nicht jugendfrei.
So zum Ende noch eine wundervolle und zugleich bescheuerte Frage: Stell ich jedem! Was glaubst du ist ein Windskrumpf?
Das weiss doch jeder? Das ist die Gruppensexstellung bei der 3 Männer, 5 Frauen, ein Papagei, 3x grosse Flaschen Cola, 6 Mentos, eine Ingwerwurzel, ein 3-Meter Gartenschlauch und ein bartloser Gartenzwerg beteiligt sind.
Stellt Nastja eure Fragen.
Nach soviel Input, seid ihr nun an der Reihe! Nastja hat sich bereit erklärt, aufkommende Fragen unter dem Post bei Twitter zu beantworten. Also was würdet ihr von der Dame noch gern wissen? Schreibts in die Kommentare!
V-Tech von CaDA REVIEW
Patrick
https://www.cbrpnk.de/blog/der-v-tech-von-cada-taugt-er-was/
Als vor zwei Jahren Cyberpunk 2077 released wurde, ich es spielte und die ganzen coolen Fahrzeuge sah, kam mir immer mal die Idee: Es wäre doch cool, wenn es ein oder mehrere Fahrzeuge aus dem Spiel als Klemmbaustein-Kasten zu kaufen gäbe. Egal, von welchem Hersteller. Naheliegend war, dass CD Projekt RED sich den V-Tech zur Hand nimmt und in einer Kooperation mit einem der Hersteller derartiger Produkte, mit einer Lizenz, so einen Baukasten auf den Markt wirft. Kam alles anders. CaDA liefert nun die Antwort!
Die kleine Vorgeschichte
Ich selbst bin seit mittlerweile zwei Jahren begeisterter Bastler von diesen Klemmbausteinen. Ob von CaDA, Lego, Cobi, Xingbao, etc. – ich habe irren Spaß daran und habe mittlerweile an die 15 Kästen aufgebaut. Als ich dann letztes Jahr erfuhr, dass CaDA mit der Cyber-Night drei Fahrzeuge und eine Waffe aus dem Spiel in Klemmbausteinen nachbildet, war ich als Fan von Cyberpunk 2077 Feuer und Flamme! Ich dachte mir, warum also das ganze nicht mit einem Sponsoring verbinden? Ich schrieb also CaDA an, stellte mich vor und Sie schickten mir prompt den Cyber Wild Wolf Buggy (C62002W) zu. Verbunden mit einigen Posts auf dem Kanal und einem Mehrwert (Rabattcode) für euch. Das klappte dann so gut, dass ich entschloss nach dem Release von Patch 1.5 CaDA nochmal anzuschreiben um den V-Tech nochmal zu bewerben. Allein schon deswegen weil das Spiel selbst mit dem neuesten Patch eine krasse Kehrtwende hinlegte. Gesagt, getan, hier ist er!
Der Aufbau und die Anleitung
Als das Paket dann ankam – und das ging wirklich schnell – trotz dessen das es aus China kam, konnte ich es kaum erwarten mit bauen loszulegen. Wie gewohnt waren in dem Paket etliche Tüten – dazu komme ich mit einem Kritikpunkt später nochmal dazu – mit 1682 Bauteilen (dabei werden auch die Pins und Kleinstteile mitgezählt). Dazu noch vier Hefte an Anleitung, das Pro Power System Pack (S059-003) – was ihr zum motorisieren des Modells unbedingt braucht und extra dazu kaufen müsst – und, last but not least, die Aufkleber (bin ich kein Freund von, aber na gut).
Ich fing an, bastelte vor mich hin und wer mit Anleitungen des dänischen Kollegen klar kommt, wird hier keine großen Probleme haben. ABER, bei CaDA gibt es Unterschiede! Ich würde es vorsichtig als „anspruchsvoller“ bezeichnen. In den Anleitungen passiert auf einer Seite deutlich mehr, und pro Schritt gibt es mehr Bauteile. Die Bautechniken von CaDA sind auch allgemein etwas komplexer. Das wusste ich aber vorher und konnte mich dementsprechend darauf einstellen. Was aber eigentlich nicht vorkommen sollte ist, sind Fehler in der Anleitung und da fand ich zwei. Zudem sind auch manche Bauschritte nicht immer klar oder teils unübersichtlich, so das es mir mehrmals passierte, das sich Baufehler einschlichen die ich aber erst nach 10-15 Schritten bemerkte, wenn nicht sogar mehr. Was dann sehr ärgerlich ist und mir einen Abend Korrekturbauen kostete.
Die Tüten sind mit 1-4 nummeriert, in der Anleitung hingegen mit A-D.
Was ich auch komisch fand, war die Einteilung der Bauschritte. Der Turbo-V (63001W) hat vier davon. Da sind aber nicht pro Heft ein Bauschritt, sondern enden in einem Heft abrupt, gehen in dem zweiten Heft weiter und mittendrin im zweiten, geht auf einmal der zweite Bauschritt los. Ihr solltet zudem mit der Nummerierung der Bauchschritte aufpassen. Ja, die Tüten haben Nummern, aber die Bauschritte in den Anleitungen sind mit Buchstaben versehen. Also 1=A, 2=b, usw. Wie ihr lest, die Anleitungen von CaDA (war nicht nur bei dem Modell so) haben Verbesserungspotential! Dafür sind diese nicht so dick, wie bei den dänischen Kollegen, weil einfach pro Seite mehr passiert. Komischerweise waren die Bauschritte bei der CT-3X (64001W), die ich danach baute, doch vorher ausgegraut. Es geht doch, CaDA!
Das Modell vs das Echte(?)
Was jedem klar sein dürfte, wir haben es mit einem Abbild eines fiktiven Fahrzeugs zutun. Dem „Quadra Turbo-R V-Tech“ aus Cyberpunk 2077. Der Bolide, mit dem seit dem ersten Trailer das Spiel beworben wurde. Das erste was ich dachte, als ich das Modell sah war, wie nah er am Original ist. Klar, etwas abstrakter, aufgrund der Bausteine, aber das man ihn so gut nachbilden kann, fand ich Hammer! Was die Maße betrifft, so ist der Turbo-V 43cm lang, 11,5cm hoch und 16cm breit und wird aus 1683 Teilen zusammengebaut. Wenn ihr mich fragt, ein ganz schöner Oschi!
Das fertige Modell hat dabei, vor allem im Heckbereich, sehr sehr viele Details. Von den roten Leuchtstreifen bis zu den Auspuffen und aller Gedöns was sich unter dem Fahrzeug befindet, ist alles dabei. Das einzige was ich gern ein wenig anders gehabt hätte, wären die hinteren Felgen. Im Original gehen diese tief rein, im Modell schließt es vorn am Reifen ab. Vorne besitzt der Turbo-V einen Leuchtstreifen wie beim Original und der Innenraum ist so detailliert wie es nur sein konnte. Alles in allem, bin ich mit dem Detailgrad mehr als zufrieden!
Was ich CaDA zugute heißen muss, sie verbauen in dem Modell keine Farbseuche. Die Pins sind schwarz, nicht blau! Und allgemein hat man bis auf die gelben Teile, fast nur Grau, und wirklich schwarz. Sicherlich das machen andere Hersteller das, um den Bau für Anfänger zu erleichtern. So kann man Baugruppen in der Hand und in der Anleitung besser erkennen und findet sich leichter zurecht. Wie gesagt, CaDA richtet sich an die, die eine Herausforderung wollen und somit ist mehr Konzentration gefragt.
Wie sieht es mit der Qualität aus?
Die Bauteile an sich, stehen bei CaDA anderen Herstellern in nichts nach. An vielen Stellen sind Sie dem Marktführer sogar hoffnungslos überlegen. Aber es schwankt. Bei Kleinteilen hat CaDA meines Erachtens noch Probleme, da sieht man oft ausgefranste Ränder. Wiederum bei größeren Teilen sucht die Qualität ihresgleichen. Die Teile biegen sich kaum, haben eine gute Festigkeit, nur bei kleineren Steckverbindungen ist die Klemmkraft manchmal etwas zu dolle. Eine längere Stange durch mehrere Kreuzverbindungen zu schieben, kann da schon mal eine Herausforderung darstellen.
Was die Oberflächen betrifft ist es mal so mal so. Was meine ich damit? Es gibt glänzende Oberflächen, aber man hat immer den Eindruck, als wäre da jemand Ausversehen mit dem Schleifpapier drüber. Ist aber nicht bei allen so. Bei dem Modell wechselt es sich auch stark von Matt zu Glänzend und ich hatte schon beim auspacken hier und da paar Kratzer auf den Stangen, Platten, etc. – was sich aber wohl durch Reibung in den Tüten nicht vermeiden lässt. Transparente Teile – gibt es hier nicht – sind in solchen Baukästen daher extra mit Folie beklebt.
Wie schon eingangs erwähnt, ich bin kein Freund von Aufklebern. Warum bekommt man es nicht gebacken, die nötigen Teile zu bedrucken? Weil man denkt, das man das Fahrzeug wieder auseinanderbaut und dann die bedruckten Teile sinnlos wären? Schwachsinn! Ich merke jedes mal, wenn ich Aufkleber aufbringe, wie hässlich Sie an den Modellen wirken. Weil man IMMER sieht, das es Aufkleber sind. Ich bin auch einer derjenigen der für Aufkleber kein richtiges Händchen hat und die oft schief aufklebe, und wenn zu schief, nochmal entferne. Macht das zwei- bis dreimal und ihr könnt den jeweiligen Aufkleber entsorgen. Sie werden mit der Zeit auch spröde oder färben aus. Ich habe den Turbo-V nur beklebt, weil ich für euch hier Bilder gemacht habe. Ich gebe euch den Tipp, wenn er euch ohne Aufkleber besser gefällt, lasst ihn so! Die werden beim Bau eh erst ganz am Ende angebracht, somit könnt ihr dann super entscheiden, ob es euch ohne besser gefällt. Mein Appell aber an die Hersteller: Bedruckt eure Bauteile!!!
Der Turbo-V hat einen Autoschlüssel!
Das ist diese sogenannte Fake-Engine, die bei der motorisierten Variante wieder entnommen wird.
Kommen wir zu den Funktionen! Wie es sich für so ein Auto gehört hat, der Turbo-V natürlich einen Motor. Hier ist es eine 8-Zylinder Fake-Engine, die aber beim schieben fein mitläuft und cool ausschaut. In der motorisierten Variante, wird dieser entfernt und durch das Akkupack ersetzt. Dazu aber später mehr! Die Türen lassen sich obendrein öffnen, und das mit einem kleinen Autoschlüssel der im vorderen Kofferraum versteckt ist. Wenn man diesen hinter dem Dach, an den herausragenden Stangen befestigt und dreht, geht die jeweilige Seite mit einer Flügeltür auf. Sieht echt cool aus! Im Innenraum sind zwei gelbe Sitze, die sich auch leicht nach vorne neigen lassen. Man kann mit dem Lenkrad normal lenken, aber freut euch nicht zu früh, der Lenkradius ist mehr ein Gimmick als das man ihn wirklich als „Lenkradius“ bezeichnen könnte. Ja, was gibt´s noch? Die Motorhaube lässt sich öffnen, klar um den Motor zu bestaunen und der Kofferraum um den Schlüssel wieder zu verstecken. Das wars dann aber auch schon und finde ich, reicht. Der Star des ganzen Pakets ist eh die Optik.
Vroom, vroooom!
Den Cyber Turbo-V gibt es als normales Display-Modell für 99,99eur zu kaufen, ist aber motorisierbar, wenn ihr das Pro Power System Pack für 82,99eur mit dazu kauft. Ja, ist ein stolzer Preis, gebe ich zu, ist aber recht günstig, wenn man andere Baukästen in dem Bereich kauft. Im vierten Heft wird dann auch Step-by-Step erklärt, wie ihr die Fake-Engine herausnehmt, die Motoren verbaut und die Kabel verlegt. Ist total easy. Hatte erst gedacht, das geht sehr schwer, aber das war in 10-15min erledigt. Da wurde beim Bau selbst clever mitgedacht, damit ihr den Motor und den Servo – selbst nach dem Bau des eigentlichen Modells – nachträglich umrüsten könnt. Das einzige was ich etwas fummelig fand, war die Verlegung der Kabel. Wenn ihr die Fernbedienung anschaltet, blinkt eine grüne Lampe auf, dann müsst ihr im Motorraum nur noch beim Akkupack die Taste drücken und beide sind verbunden. Das Akkupack, wie der Name schon sagt, beinhaltet einen Akku und kann problemlos über ein Micro-USB-Kabel geladen werden. Dauert nicht mal lang. Bei mir war das Akkupack nach ca. 30-45min voll.
Ich finde es übrigens toll, das CaDA eine Fernbedienung im klassischen Sinne benutzt. Keine App oder allgemein, dass es nur per App steuerbar wäre. Das würde nämlich voraussetzen das Kinder, die das Modell bauen, entweder ein Smartphone besitzen , oder beim spielen immer das von den Eltern nehmen müssten. Zudem zeigte meine Erfahrung, das die jeweiligen Steuer-Apps entweder fehlerhaft funktionieren, nicht geupdatet werden oder oftmals nach einiger Zeit die App aus den jeweiligen Stores verschwinden. Was bedeuten würde, das man das Modell nicht mehr herumfahren lassen könnte. Da hat eine klassische Fernbedienung echt die Nase vorn. Nur hier würde ich mir, wie beim Akkupack selbst, einen verbauten Akku wünschen. Denn die Fernbedienung wird noch ganz normal über AA Batterien betrieben. Warum nicht auch per USB-Kabel ladbar machen? Die Fernbedienung ist zudem komplett digital. Das heißt, ihr könnt nicht langsam anfahren oder leicht einlenken. Es gibt nur Stop und Vollgas, sowie gerade aus und voll einlenken. Da würde ich mir eine analoge Variante wünschen. Immerhin ist als netter Gag, ein größeres Lenkrad beigelegt, was ihr die Fernbedienung basteln könnt und somit ein „Lenkung“ besitzt.
Was ich gar nicht cool fand.
Jetzt muss ich mal dolle einen Downer rauslassen, den ich Anfangs schon ansprach. Als ich das Paket auspackte war ich ehrlich gesagt etwas erschrocken, wie viele Tüten es sind. Klar, das Modell hat einige Kleinstbauteile, ist aber kein Grund sage und schreibe 17 Tüten, die noch nicht mal richtig voll sind, in so ein Paket zu stecken. Das ist in Zeiten von Klimaschutz und Müllreduzierung etwas, was ich nicht gut heißen kann. Und das war nur bei dem einen Modell. Rechnet euch das mal hoch auf sagen wir 500.000 Baukästen. Man muss dazu sagen, das das nicht nur CaDA betrifft, sondern auch Lego und wie sie nicht alle heißen. Was würde gegen ein Kartonsystem mit Bauschrittfächern sprechen? Das ist eindeutig umweltfreundlicher. An der Stelle ist dringend Verbesserungsbedarf!
Fazit
Zu aller erst, der Turbo-V sieht affengeil aus! Daran gibt´s echt nichts auszusetzen. Der Bau ist anspruchsvoll und man hat ca. zehn Stunden Bauspaß verteilt auf vier Bauschritte. Die Funktionen sind gut und sogar spaßig und als motorisiertes Modell treibt es den Funfaktor gleich doppelt und dreifach hoch. An sich ist der Gedanke, den V-Tech nun als Modell herumstehen zu haben, schon cool. Dem entgegen steht eine teils minimal fehlerhafte und auch unübersichtliche aber „okaye“ Anleitung. Für Fans von Cyberpunk 2077 aber sehr zu empfehlen. Alle anderen werden den Flitzer wohl schick finden, aber eher weniger damit was anfangen können.
Die 20 besten Cyberpunk Spiele
Patrick
https://www.cbrpnk.de/blog/die-20-besten-cyberpunk-spiele/
Cyberpunk 2077 war bei weitem nicht das erste Spiel, welches das futuristische und dystopische Setting genutzt hat. Das Genre ist seit den 1980er Jahren immer beliebter geworden. Seitdem sind neben vielen Büchern, Serien und Filmen auch eine ganze Reihe an Videospielen erschienen.
In diesem Beitrag wollen wir euch einige der Cyberpunk Spiele vorstellen! Die Liste umfasst alles, von Indie-Spielen bis hin zu bekannteren Serien. Vielleicht entdeckt ihr ja dadurch die ein oder andere Spieleperle.
Blade Runner (1997, Westwood Studios)
Wir starten diese Liste mit einem alten Klassiker. Das Point-and-Click Adventure Blade Runner orientiert sich dabei inhaltlich am gleichnamigen Film, welcher wiederum auf dem Roman „Träumen Androiden von elektrischen Schafen?“ von Philip K. Dick aufbaut. Im Spiel selbst löst ihr als Detektiv einen bestimmten Fall. Dabei ist das Köpfen des Spielers gefragt, welcher nach Hinweisen sucht und damit den Fall aufklären muss. Blade Runner ist vor allem in den letzten Jahren wieder ins Gespräch bekommen, nachdem GOG das Spiel nun DRM-frei anbietet. Das Rätselraten und die düstere Atmosphäre der Cyberpunk-Stadt kam schon damals richtig zur Geltung.
Ghostrunner (2020, One More Level)
Das rasante 3D Jump’n’Run Ghostrunner ist vor allem für diejenigen etwas, welche sich einer Herausforderung stellen möchten. Mit verschiedenen Fähigkeiten arbeitet man sich als Cyberpunk-Ninja durch eine Megastruktur bis ganz nach oben. Die Story bleibt dabei mysteriös und sehr wage, bis zum Ende. Durch ein One-Hit-Kill System auf beiden Seiten stellt das Gameplay gerne mal eine große Challenge dar. Meistert man dies jedoch, steht einem ein großer Spielspaß bevor. Gute Reflexe und ein schnelles Denken sind hier an der Tagesordnung.
Cloudpunk (2020, Ion Lands)
2020 war ein hervorragendes Jahr für Spiele im Cyberpunk-Genre. Dazu gehört auch Cloudpunk, ein Adventure Spiel, in dem man Pakete ausliefert. Klingt vielleicht langweilig, aber dahinter versteckt sich eine unglaublich gut geschriebene Story. Fokussiere dich entweder auf die Hauptmission oder auf eine der zahlreichen Nebenmissionen. Entscheide, in welche Richtung dich die Geschichte treibt. Dazu fällt das Spiel vor allem durch seine Optik auf. Pixel Art mischt sich hier mit Neon-Lichtern und die verschiedenen Ebenen der großen Stadt im Cyberpunk Look.
Observer (2017, Blooper Team)
Ein weiteres Spiel eines polnischen Entwicklerteams, so ist auch Observer in einem Cyberpunk-Setting zuhause. Es lehnt sich dabei vor allem am Horror an, wenn man bedenkt, dass die Entwickler vorher Layers of Fear rausgebracht haben. Das Gameplay fokussiert sich hierbei auf den psychologischen Horror, anstatt auf Jumpscares. Die Atmosphäre der futuristischen Welt kommt sehr gut rüber. Auch im Horror funktioniert die dystopische Umgebung des Cyberpunk einwandfrei. Dabei schlüpft ihr abermals in die Rolle eines Detektivs und analysiert die Köpfe und Gedanken verschiedener Leute.
Deus Ex – Reihe (2000-heute, Ion Storm/Eidos Montréal)
Die Spielereihe Deus Ex ist seit jeher bekannt für ihr Cyberpunk Setting. Dabei ist es vor allem die Technologie, die bei Deus Ex im Vordergrund steht. Dazu gehört Hacking, KI und die Nutzung von Augmentations. All das kann der Spieler für sich nutzen. Dazu stellt die Geschichte der Spiele viele Fragen in den Raum, welche typisch für das Genre des Cyberpunk sind. Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es sechs verschiedene Spieletitel. Das Gameplay unterscheidet sich je nach Spiel, ist aber meist eine Mischung aus Rollenspiel, Action, Shooter und Stealth.
Mirror’s Edge 1 u. Catalyst (2008/2016, DICE)
Das Parkour-Spiel Mirror’s Edge würde man vielleicht nicht direkt mit dem Genre Cyberpunk assoziieren. Dabei ist es aber vor allem die in weiß gehüllte Welt, die viele Ähnlichkeiten zu einer futuristischen Stadt aufweist. Hier steht nicht die düstere Seite im Vordergrund, sondern vielmehr die Ästhetik der Gebäude. Auch im Cyberpunk wird es mal hell, und Mirror’s Edge fängt diese Stimmung eindrucksvoll ein. Wenn ihr euch also über eine große Stadt schwingen wollt, ist dieses Spiel genau das Richtige.
System Shock 1 und 2 (1994/1999, LookingGlass Technologies/Irrational Games)
Als eine der ersten Immersive Simulators spielen beide System Shock Spiele in einem Cyberpunk Setting. Der erste Teil war eines der ersten Spiele, welches eine 3D Umgebung nutzte, die man in der First-Person-Perspektive erkundet. Dabei ist man als Spieler auf einem Raumschiff, erkundet dieses und löst allerhand Rätsel. Bei der Story geht es vor allem um KI und dessen Konsequenzen. Man selbst versucht herauszufinden, was auf dem Schiff schiefgelaufen ist und trifft dabei auf die Folgen, die die Übernahme der Technik durch die KI hat. Vor allem in Spielen wie der Bioshock-Reihe merkt man den großen Einfluss, den System Shock hatte.
The Red Strings Club (2018, Deconstructeam)
Ein eher unbekanntes Spiel, welches aber vor allem auf die Philosophie von Cyberpunk eingeht, ist The Red Strings Club. Als Barkeeper setzt Du dich hier mit deinen Kunden auseinander, mixt ihnen passende Drinks und fragst sie dabei über ihr Leben aus. Später wechselt man in die Köpfe von anderen Charakteren und erfährt, wie die großen Mächte der Welt zusammenhängen. Das Spiel gibt einem einen guten Einblick in die Denkweise der Menschen, welche in einer dystopischen Zukunft leben. Als Barkeeper hat man viele Möglichkeiten, bestimmte Emotionen aus den Leuten herauszuholen. Wer ein eher ruhigeres, aber sehr tiefgründiges Cyberpunk-Spiel sucht, ist hier auf jeden Fall an der richtigen Stelle.
Far Cry 3 – Blood Dragon (2013, Ubisoft Montreal)
Das Spin-Off zum Titel Far Cry 3 hat sich sehr durch die Ästhetik der 1980er Jahre beeinflussen lassen. Die Musik, der Stil und die Story geben genau das wider, was sich in Filmen und Serien dieser Zeit abspielte. Es ist vielleicht weniger Cyberpunk und mehr Retro-Futuristisch, aber nichtsdestotrotz passt es in diese Kategorie. Im Spiel selbst stehen vor allem Cyborgs im Vordergrund, welche allemal zum Cyberpunk passen. Dabei nimmt sich das Spiel selbst nicht so ernst und ist humorvoll gestaltet.
Detroit: Become Human (2018, Quantic Dream)
Die Spiele von Quantic Dream glänzen immer mit einer guten Story und schweren Entscheidungen. In Detroid: Become Human geht es dabei vor allem um die Auswirkungen der Nutzung von KI im Alltag. Der Aufhänger dabei ist das die KI lernt, selbstständig zu denken und Gefühle zu entwickeln. Das allgemeine Setting ist zwar nicht direkt Cyberpunk, aber greift die gedanklichen Probleme einer dystopischen Zukunft auf und verarbeitet sie in Hinblick auf die heutige Zeit.